Immer Ärger mit wildem Müll

Seit Jahren sieht es am Neuen Hessenweg zwischen Gailhof und Meitze so aus, wie auf diesem Bild, das ein Anwohner in den ersten Tagen des neuen Jahres gemacht hat. Foto: Privat

Pausierende Lastwagenfahrer verschmutzen Neuen Hessenweg

Gailhof (awi). Müll am Rande des Neuen Hessenweges, der ganz offensichtlich von rastenden LKW-Fahrern hinterlassen wird, ist seit Jahren ein Thema, das Anwohner und Gemeindeverwaltung beschäftigt und auch das ECHO hat mehrfach darüber berichtet – bisher ohne sichtbaren Erfolg. Jetzt hat ein Anwohner erneut Fotos gemacht und dem ECHO geschickt, mit der dringlichen Bitte, die Gemeinde möge endlich tätig werden und etwas gegen den Müll im Neuen Hessenweg unternehmen. „Ich habe die Gemeinde in den beiden letzten Jahren bereits mehrfach auf die Vermüllung im Neuen Hessenweg hingewiesen. Sie will weder selbst tätig werden noch den Grundstücksbesitzer auffordern, den Müll zu beseitigen. Bei Sturm verteilt sich der lose Müll in alle Himmelsrichtungen. Mittlerweile siedeln dort auch Ratten. Die Situation ist nicht mehr hinnehmbar“, schreibt der sichtlich verbitterte Anwohner. „Es ist uns mitnichten egal, aber uns sind die Hände gebunden“, lautet die Antwort von Gemeindesprecher Ewald Nagel auf Nachfrage des ECHO gestern. Das Thema sei auch in der Verwaltung hinlänglich bekannt. Doch der Müll befände sich nun einmal auf einer privaten Grundstücksfläche. „Wenn unser Bauhof das jetzt wegräumt, verlassen sich die Verursacher darauf, dass es funktioniert und machen es immer wieder. Das kann es nicht sein“, so Nagel. Der Grundstücksbesitzer verweise jedoch darauf, dass nicht seine LKW-Fahrer die Verursacher des Mülls seien. Rechtlich sei das allerdings unerheblich, betont Nagel. Entscheidend sei, wem das Grundstück, auf dem der Müll liege, gehöre. Die Gemeinde habe sich daher mit der Unteren Naturschutzbehörde bei der Region Hannover ins Benehmen gesetzt und darauf gedrungen, dass diese beim Eigentümer des Grundstücks darauf hinwirke, dass der Müll beseitigt werde, und zwar nicht nur einmalig, sondern bei erneuter Verschmutzung immer wieder. „Wir setzen jetzt den Hebel der Gesundheitsgefährdung an, auch mit Hinblick auf die beobachteten Ratten und gehen davon aus, dass die Untere Naturschutzbehörde mit entsprechender Schärfe reagiert“, betonte Ewald Nagel gestern im Gespräch mit dem ECHO.