„Immer mehr Ideen entstehen“

Susanne Schönemeier (links) und Anne-Kathrin Kracke nahmen sich anlässlich des dreijährigen Bestehens der Freiwilligenagentur Zeit, Bilanz zu ziehen. Am Mehr-Generationen-Haus in Mellendorf wurde auch eine Geburtstagstorte angeschnitten. (Foto: G. Gosewisch)

Gemeinderätin lobt Dynamik in der Freiwilligenagentur

Mellendorf (gg). Einen rasanten Aufbau gab es in den vergangenen drei Jahren in der Freiwilligenagentur. Zu Beginn nutzten zwölf Gruppen die Organisation der Gemeinde, inzwischen sind es 73, so die Meldung des Leiters Daniel Diedrich. „Das ist Grund zur Freude“, meint Gemeinderätin Susanne Schönemeier, die im Gespräch mit Anne-Kathrin Kracke, Mitarbeiterin in der Freiwilligenagentur, Bilanz zog.
Bester Treffpunkt hierfür war das Mehr-Generationen-Haus, das in Trägerschaft der Freiwilligenagentur, die Räume der Förderschule, Gilborn 6, seit einem Jahr bezogen hat. Susanne Schönemeier lobte die vielen neuen Ideen, die in der Freiwilligenagentur von den Mitarbeitern und den Ehrenamtlichen umgesetzt werden. „Vieles habe ich selbst kaum für möglich gehalten, zumindest nicht in der Fülle“, ergänzt sie. Dass die Lotsen, also Ehrenamtliche mit besonderer Fortbildung, dabei eine wichtige Rolle zukommt, betont Anne-Kathrin Kracke. Rund 250 Stunden im Jahr arbeiten sie in der Agentur mit, haben Schwerpunkte wie Kinder- und Jugendarbeit, Integration oder die Assistenz beim Ausfüllen von Formularen. Die Job-Buddies sind ehrenamtliche Berater in der Berufsorientierung und stellen ebenfalls ein wichtiges Angebot in der Freiwilligenagentur. „Als ich vor einem Jahr hierherkam, hatte ich schon einige Jahre eh- renamtlich gearbeitet und dachte, ich wüsste, was mich erwartet“, sagt Anne-Kathrin Kracke. Aber wie viel die Menschen in der Gemeinde Wedemark zu leisten bereit sind, habe sie überrascht. Tipps für die Beantragung von Fördergeld, einen Raum für Zusammenkünfte oder das Nutzen der Gemeinde-Haftpflichtversicherung würden den Ehrenamtlichen den Weg ebnen, meint Anne-Kathrin Kracke. Susanne Schönemeier betont: „Hier wird gearbeitet, wenn anderer freihaben. Die Agentur ist auch abends und an sehr vielen Wochenenden besetzt.“
Einen Ausblick anlässlich des dreijährigen Bestehens gab Anne-Kathrin Kracke gern. Die Weiterbildung der Lotsen und der Ehrenamtlichen bleibe wichtig. „Toll wäre es, wenn die JOB-Buddies feste Sprechstunden hätten“, sagt Kracke. Ihrer Einschätzung nach würden auch mehr Räume genutzt werden, wenn sie zur Verfügung ständen. Überhaupt gäbe es nichts, was nicht nach Bedarf neu überdacht wird. So soll die Beförderung mit dem Bus der Freiwilligenagentur, vorbehalten eigentlich für Bedürftige, für die Gruppen besser nutzbar sein. Als Nächstes steht aber erst mal die Förderung der Lesen-, Schreiben- und Rechenkompetenz ganz oben auf der Aktionsliste, denn zum bundesweiten Tag des Analphabetismus am 8. September sollen Zeichen gesetzt werden – auch von der Gemeinde Wedemark.