In der Jugendhalle wird geimpft – aber nur mit Termin

Die Jugendhalle am Freizeitpark in Mellendorf wird diese Woche zum Impfzentrum. Composing: Gemeinde Wedemark/E. Nagel

Region Hannover schickt mobile Impfteams in alle 21 Kommunen

Wedemark (awi). Das Impfen nimmt Fahrt auf. Seit dieser Woche sind in allen 21 Städten und Gemeinden in der Region Hannover Impfangebote verfügbar, auch in der Wedemark. Dort wird in der Jugendhalle, Am Freizeitpark 1, in Mellendorf, allerdings nur nach Voranmeldung über das Terminvergabesystem der Gemeinde bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geimpft. Die Region Hannover weist darauf hin, dass es zu Wartezeiten kommen kann. Wer sich an einem der Standorte impfen lassen will, sollte daher auf wetterfeste Kleidung achten. Darüber hinaus sind das Impfbuch und der Personalausweis oder Reisepass mitzubringen. Darüber hinaus bittet die Region Hannover darum, die notwendigen Einverständniserklärungen möglichst vorher ausdrucken und auszufüllen. Die Formulare sind im Internet auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts zu finden: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materi... Seit Montag gilt zudem, dass die Impfzentren zwischen 12 und 13 Uhr geschlossen sind. „Die Hilfsorganisationen leisten uns einen unschätzbaren Dienst. Ich bin sehr dankbar, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Aufgabe übernommen haben, die Region Hannover bei ihrer Impfkampagne zu unterstützen. Umso wichtiger ist es, dass die Arbeit so gestaltet ist, dass sie auch leistbar ist. Eine Mittagspause sollte jedem zustehen. Wir hoffen, dass alle dafür Verständnis haben“, sagt Gesundheitsdezernentin Cora Hermenau. Außerdem sind die Impfteams in der kommenden Woche in Senioren- und Pflegeheimen, Schulen, Tafeln und Tagespflegediensten in Garbsen, Neustadt, Burgdorf, Ronnenberg, Hannover, Pattensen, Wunstorf und der Wedemark unterwegs.
Die Vorsitzende des Seniorenbeirates, Irmtraud Bernstorf, begrüßt das Impfangebot in der Jugendhalle in Mellendorf ausdrücklich. Der Seniorenbeirat hatte bereits zu Beginn der Impfungen die Möglichkeit zum Impfen vor Ort gefordert. Damit sollte es nicht nur für die Älteren in der Gemeinde, sondern auch für die Jüngeren, für die eine Fahrt in das Impfzentrum an der Messe schwierig war, erleichtert werden, eine Impfung zu bekommen. „Ich hoffe sehr, dass viele dieses bürgerfreundliche Angebot in der Wedemark annehmen und mit ihrer Impfung helfen, die Zahl der Infektionen zu senken und damit auch die Krankenhäuser zu entlasten", so Bernstorf. 
Die Gemeinde Wedemark hatte bereits letzten Freitag und Montag ein Impfangebot ausschließlich für Boosterimpfungen und nur für Wedemärker offeriert. Der Ansturm der Impfwilligen auf das Buchungssystem dieser Sonder-Impftermine, die die Gemeindeverwaltung kurzfristig organisiert hatte, war riesig. Bereits kurz vor 9 Uhr am Montag letzter Woche war der Internetserver den Anfragen nicht mehr gewachsen, berichtet Pressesprecher Ewald Nagel. Nach 15 Minuten waren alle 450 Termine vergeben. Die Gemeinde wandte sich daraufhin mit einem Schreiben an alle Impfwilligen, die keinen Termin abbekommen haben und bat um Verständnis für die technischen Problem bei der enormen Nachfrage. Doch habe man immerhin 450 Impftermine vergeben können. Leider habe dies unausweichlich bei einzelnen Anmeldeversuchen auch zu Abstürzen, beziehungsweise zur Nichterreichbarkeit des Servers oder Fehlbuchungen geführt. Die Enttäuschung darüber sei nachvollziehbar. Die Gemeinde bat in dem Schreiben aber auch um Verständnis für ihre Situation. Die eigentliche Zuständigkeit für die Organisation von Impfangeboten liege nicht bei der Kommune, sondern bei der Region Hannover. Damit die Wedemark aber nicht ausschließlich auf die Region und Hausärzte angewiesen ist, habe die Gemeinde dieses Zusatzangebot kurzfristig organisiert und arbeite mit Hochdruck an weiteren Impfangeboten.