Infofilm zum Glasfaserausbau

Gehrs erinnert: Wenn die Bagger kommen, ist es zu spät

Schwarmstedt. Nur noch wenige Tage sind Aufträge für einen Glasfaseranschluss und schnelles Internet in Schwarmstedt möglich. Wer die Frist verpasst, kann keinen kostenlosen Anschluss im Erstausbau mehr erhalten. Für alle, die noch Informationsbedarf haben findet sich auf der Internetseite www.Glasfaser-Initiative-Schwarmstedt.de ein zehnminütiger Infofilm von htp zum geplanten Glasfaser-Ausbau, der viele Fragen beantwortet. Zudem können interessierten bei Fragen und Aufträgen sich unter der Nummer (0 50 71) 9 68 40 oder (0 50 71) 8 00 02 76 oder (0 50 71) 9 99 08 59 melden.
Wie ärgerlich es ist, wenn man erst nicht an einem Anschluss interessiert war oder die Frist aus anderen Gründen verpasst hat, zeigt ein aktueller Fall aus Lindwedel, dem ersten Ort in der Samtgemeinde, wo htp vor zwei Jahren Glasfaser realisiert hat – anschlussgebührenfrei, wenn man die Meldefrist vor Baubeginn beachtete. Ein Lindwedeler wendete sich nun verärgert an das ECHO, er habe aktuell versucht, einen Glasfaseranschluss zu erhalten, werde aber mit Anschlusskosten in Höhe von 2.950 Euro konfrontiert, obwohl auf der htp Internetseite diese Leistung für 595 angeboten wird (gilt laut Auskunft von Bürermeister Björn Gehrs für Nachmeldungen nach Ablauf der Anmeldefrist, aber bevor die Bauarbeiten begonnen haben, Anmerkung der Redaktion). Htp-Mitarbeiter hätten dem verärgerten Lindwedeler diesen Umstand nicht schlüssig erklären können und sich seiner Ansicht nach „in Widersprüche und Abwiegeleien verstrickt", fordert der Lindwedeler eine Stellungnahme von Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs ein.
Diese gab dieser dem Echo umgehend: „Es ist genau so, wie es von htp auf der Infoveranstaltung am 20. November 2018 in Lindwedel und in unzähligen Presseberichten immer wieder kommuniziert wurde. Wer den Termin verpasst, dessen Haus bleibt unversorgt. Auf der gut besuchten Infoveranstaltung in Lindwedel hat htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann das Verfahren ausführlich vorgestellt. Wer den Auftrags-Termin (damals 31. Januar 2019) verpasst, der konnte keinen kostenfreien Anschluss ohne Anschlussgebühren mehr bekommen. Er hatte bis zum Beginn der Bauphase noch die Möglichkeit als Nachzügler für 595 Euro zu beauftragen (steht auch so auf der htp Homepage). Dies gilt aber nur bis zum Beginn der Bauarbeiten – wie auch auf dem Foto der Präsentation gut erkennbar ist. Mit Beginn der Bauarbeiten (in Lindwedel im Frühjahr 2019) wurden keine Aufträge mehr angenommen. Wer die Chance beim Glasfaserausbau nicht nutzt und rechtzeitig handelt, hat das Nachsehen. Wenn die Bagger erst vor der Haustür stehen, dann ist es zu spät, wie immer hingewiesen wurde. Wer sich nicht informiert und nicht rechtzeitig den Anschluss beauftragt, kann auch nachher nicht andere Verantwortlich machen. Er hat seine Chance – im Gegensatz zu 75 Prozent der Lindwedeler Haushalte, die rechtzeitig Glasfaser beauftragt haben - nicht genutzt", so Gehrs.