Integration in der Wedemark

Der Integrationskurs mit den Teilnehmern , der Lehrerin Natalie Krauß (2. von rechts) und Gemeindebürgermeister Tjark Bartels. V.Lubbe

Gemeinde und Volkshochschule bieten Kurse an

Mellendorf (vl). Wenn man aus dem Ausland nach Deutschland einwandert, bekommt man die Möglichkeit geboten, sich bei einem Deutschkurs anzumelden. Auch in der Wedemark gibt es durch die Kooperation der Volkshochschule Hannover und dem Präventionsrat der Gemeinde einen Deutschkurs, der auf das “Zertifikat Deutsch” vorbereitet. Elf Teilnehmer aus den USA, Polen, Albanien, Russland und Türkei kommen dreimal in der Woche im Schulzentrum Mellendorf zusammen, um mit Natalie Krauß Deutsch zu lernen. Krauß selber kommt aus England. Das ist ein Teil des Konzeptes der VHS. Indem andere Ausländer zu Lehrern weitergebildet werden, sind sie näher an den Zugewanderten dran und können den Unterrichtsinhalt besser, und auch in der Muttersprache, erklären. Schon seit dem 03.06.2009 sind die Teilnehmer am zusammenarbeiten, denn es müssen insgesamt 600 Stunden abgeleistet werden, in denen die Sprache durch lesen, sprechen und schreiben beigebracht wird. Teilweise sind danach immer noch Schwächen vorhanden, weswegen die 600 Stunden auch nicht immer ausreichen. Falls das der Fall ist, können immer noch 300 Stunden beantragt werden. Zusätzlich müssen 45 Stunden Orientierung absolviert werden. In dieser Einheit werden Grundkenntnisse über Deutschland vermittelt. Ziel ist der Deutschtest B1, bei dem 250 Fragen über Deutschland beantwortet werden müssen. “Es gibt auch das Angebot einer Alphabetisierung” ,so Peter Lachmund von der VHS, “ bei der die Ausländer 900 Stunden in der Sprache geschult werden und auch selber Schriftstücke anfertigen müssen.” Hier ist das Ziel die A2 Prüfung. In der Alphabetisierungsphase ist es dann ein sehr positiver Effekt, wenn die Lernenden bemerken, dass sie doch eine Sprache lernen können. Viele Teilnehmer haben Schwierigkeiten sich der deutschen Sprache anzunähern. “Auch die, die nicht bezahlen können, werden bei den Kursen angenommen. Oft kommen die Menschen aus Krisengebieten ohne eine Aufenthaltsgenehmigung und ohne Asyl” , so Eva Jennert vom Präventionsrat. Bei der letzen Unterrichtsstunde am Dienstag besuchte Gemeindebürgermeister Tjark Bartels die Gruppe. “Die Integrationskurse sind eine sehr gute Idee. Auch wenn es nicht so viele Ausländer bei uns in der Wedemark geben sollte, die, die da sind, brauchen trotzdem einen Kurs. Wir müssen etwas dafür tun!” , so Bartels. Wer sich mit anderen Zuwanderern unterhalten will, kann zum Interkulturellen Treff zum Haus am Teich in der Wedemark kommen. Am letzten Freitag im Monat immer um 17. 30 Uhr trifft sich die Gruppe, um die Zertifikate in Deutsch zu vermitteln. Flyer liegen bei Famila oder der Polizei in Mellendorf aus.