„Ja! Frauen grenzenLos“ startet durch

Starke Frauen und alle, die es werden wollten, finden im nächsten halben Jahr ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Literatur- und DVD-Angebot auf einem Medientisch in der Bücherei Bissendorf vor. Darauf weisen Angela von Mirbach (von links), Martina Popan, Bettina Arasin und Silke Steffen-Beck hin.
 
Den Titelentwurf des eigens dafür engagierten Grafikers hat ein anderer auf die Plakatwand gebracht. Silke Steffen-Beck (vorne von links), Martina Popan, Angela von Mirbach (hinten von links) und Bettina Arasin gefällt es. Fotos: A. Wiese

Veranstaltungsreihe über ein halbes Jahr mit Filmen und Diskussion

Bissendorf/Brelingen (awi). Die Veranstaltungsreihe „Ja! Frauen GrenzenLos“ ist eine Kooperation der Gleichstellungsbeauftragten Silke Steffen-Beck, der Kulturbeauftragten Angela von Mirbach und der Gemeindebibliotheksleiterin Martina Popan in Kooperation mit dem Kulturverein Brelinger Mitte vertreten durch Bettina Arasin – alles selbst starke Frauen.
Und genau das ist auch der inhaltliche Schwerpunkt aller Veranstaltungen des Programms „GrenzenLos“ mit insgesamt fünf Filmen und einem Impulsreferat: die Auseinandersetzung mit starken Frauen, die zum Erreichen ihrer gesetzten Ziele ganz un-terschiedliche Strategien für sich entwickelt haben. Diese Frauen werden demPublikum in Filmen und Diskussionsrunden nähergebracht. Allen Akteurinnen gemeinsam ist, dass sie sich nicht einschränken lassen durch kulturelle Vorgaben und gesellschaftliche Werte und Normen, mit allerdings ganz unterschiedlichen Konsequenzen.
Die Veranstaltungsreihe soll über sechs Monate den Austausch anregen über Selbstbestimmung, Fremdbestimmung, eigene und fremde Grenzen sowie der Frage nachgehen: „Wer oder was schränkt mich eigentlich ein und bin ich es möglicherweise selbst?“ Beginn ist am 3. September um 20.30 Uhr mit dem Film Brot und Tulpen, Ende am Internationalen Weltfrauentag am 8.März 2021 mit dem Film „Nur eine Frau“. Am 14. Oktober wird der Film „Britt-Marie war hier“ gezeigt, am 25. November zum internationalen Tag gegen Gewalt gege Frauen und Mädchen hält Annette Wiede bei freiem Eintritt ein Impulsreferat mit dem Titel „selbst, bestimmt! – Selbstbestimmt?“ mit anschließender Diskussion. Am 20. Januar geht es mit dem Film „Das Mädchen Wadjda“ weiter, dem absoluten Lieblingsfilm von Gemeindebibliotheksleiterin Martina Popan. Am 17. Februar ist dann der Film „Meine glückliche Familie“ zu sehen. Eigentlich war als Auftakt eine Open-Air-Kino-Veranstaltung im Amtsgarten in Bissendorf geplant. Sie ist wegen einem zu begrenztem Platzangebot dem Corona-Rotstift zum Opfer gefallen. Die erste Filmvorführung am 3. September soll nun um 20.30 Uhr im Bürgerhaus stattfinden. Alle weiteren Planungen sind in der Brelinger Mitte geplant, nach dem Motto „Filme gemeinsam schauen an schönen Orten und Zeit für Gespräche“. „Coronabedingt muss dies jedoch jeweils aktuell entschieden werden, alternativ werden die Veranstaltungen ins Bürgerhaus verlegt“, erklärte beim Pressetermin am Mittwoch die Kulturbeauftragte Angela von Mirbach. Wichtig ist den Initiatorinnen, dass die Veranstaltungen barrierefrei zu erreichen sind und Besucher herzlich eingeladen sind, sich Kino-Snacks und Getränke selbst mitzubringen – auch das wegen Corona. Ebenfalls wegen der Pandemie gibt es die Karten für die Filmabende – Kosten jeweils vier Euro – ausschließlich im Vorverkauf an den bekannten Vorverkaufsstellen. Es gibt keine Abendkasse.
Begleitend zur Veranstaltungsreihe wird über den Zeitraum in der Bibliothek Bissendorf ein Medientisch mit begleitender Literatur und den gezeigten Filmen auf DVD bereitgestellt. „Gemeinsam Filme schauen macht Spaß und kann bewegen“, motiviert die Kulturbeauftragte Angela von Mirbach zu dieser ganz besonderen Veranstaltungsreihe, für deren Werbung über Flyer die Initiatorinnen ganz bewusst einen männlichen Grafiker engagiert haben, der ganz uneingeschränkt seiner Perspektive auf die grenzenlose Frau umsetzen sollte. Ob es gelungen ist, können die Besucherinnen beim Anblick des Flyers und der Plakatwand selbst entscheiden.
Bereits beim Ausklang der Filmreihe „100 Jahre Frauenwahlrecht“ im letzten Jahr seien sich die Kolleginnen aus der Verwaltung einig gewesen, gemeinsam ein weiteres Projekt auf die Beine stellen zu wollen, so von Mirbach, denn die Kooperation der drei Arbeitsbereiche Kultur, Gleichstellung und Bibliothek habe sich bewährt. Auch aus dem Kreis der Besucherinnen der Filmreihe sei 2019 der Wunsch nach einer Fortsetzung der Veranstaltungen an die Gemeinde-Mitarbeiterinnen herangetragen worden. Als Corona alle Planungen in Frage stellte, war die Vorbereitung jedoch schon weit gediehen. Jetzt wird Ja! Frauen – GrenzenLos eben unter Coronabedingungen mit Maskenpflicht beim Einlass, Desinfektion und dem Verzicht auf Catering stattfinden. Den Spaß wollen sich die Macherinnen und ihre Gäste dadurch aber auf keinen Fall verderben lassen, versicherten von Mirbach, Steffen-Beck, Popan und Arasin.