Jahreshauptversammlung ESC Wedemark Scorpions

Katja Bögelsack (von links), Kersten Balogh, Karsten Hölscher, Ingo Haselbacher, Katrin Haselbacher, Jochen Haselbacher und Oliver Fortunato lenken weiterhin die Geschicke des ESC Wedemark Scorpions. Foto: B. Stache
 
Kersten Balogh freut sich auf seine neue Aufgabe als Spartenleiter Eishockey beim ESC Wedemark Scorpions. Foto: B. Stache

Kersten Balogh übernimmt von Klaus Hilker die Spartenleitung Eishockey

Mellendorf (st). „Für mich ist dies eine ganz besondere Jahreshauptversammlung“, erklärte der 1. Vorsitzende des ESC Wedemark Scorpions, Jochen Haselbacher, am Freitagabend im Eisstadion Mellendorf. „Erstmals sehe ich am Horizont, dass das deutsche Eishockey eine Chance bekommt.“ Grund hierfür sei die Einigung anlässlich der Jahreshauptversammlung des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in Frankfurt, die bisher zerstrittenen Parteien Deutsche Eishockey Liga (DEL) und DEB unter einen Hut zu bringen. „Es gibt zukünftig unter dem Dach des DEB eine deutsche Eishockey-Familie. Das ist ein unglaublicher Erfolg, der hoffen lässt“, freute sich der Wedemärker Jochen Haselbacher. Eine besondere Ehrung wurde am Abend Klaus Hilker zuteil, der sich seit nahezu acht Jahren für das Eishockey beim ESC engagiert hat und jetzt aus gesundheitlichen Gründen die Aufgabe abgibt. Vorsitzender Haselbacher lobte die Verdienste Hilkers als erfolgreichen Spartenleiter Eishockey, der sich auch besonders für die Jugendarbeit eingesetzt hat, dankte ihm für die gute Zusammenarbeit und überreichte ihm einen großen Präsentkorb. Als Nachfolger wurde Kersten Balogh vorgestellt. Der 52-Jährige wohnt mit seiner Familie in Langenhagen. Ehefrau Aniko und beide Kinder spielen seit zirka drei Jahren Eishockey beim ESC Wedemark Scorpions. Der neue ESC-Spartenleiter Eishockey ist Polizeibeamter und als Pilot der Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsen am Flughafen Langenhagen eingesetzt. „Hubschrauber fliege ich seit 22 Jahren“, erklärte Balogh, der ein Jahr lang als Betreuer der Schülermannschaft in der damaligen Spielgemeinschaft Indians/Scorpions am Pferdeturm fungierte. Von daher bringt er alle Voraussetzungen für das neue Ehrenamt beim ESC mit. „Ich habe Klaus Hilker bereits im vergangenen Jahr als Nachwuchs-Koordinator unterstützt und weiß, was an Aufgaben auf mich zukommt. Ich freue mich darauf und rechne fest mit der guten Unterstützung durch den Vorstand, die Spieler und deren Eltern“, so Kersten Balogh zuversichtlich. Während der Hauptversammlung berichtete Vorsitzender Jochen Haselbacher über die positive Mitgliederentwicklung des ESC. Vor sieben Jahren gegründet, zählt der Verein heute 224 Mitglieder. Fünf Mannschaften sind für die kommende Saison gemeldet. Ganz besonders am Herzen liegt Haselbacher die Meldung der U8, einer Eishockeymannschaft aus Kindern unter acht Jahren. „Es fehlen uns noch drei bis vier Kinder, um eine spielfähige Stärke zu haben“, gab Haselbacher bekannt und warb um sportlich talentierte Jungen und Mädchen, die schon einmal Schlittschuh gelaufen sind. Es folgten die Rechenschaftsberichte der Spartenleiter. Katja Bögelsack, zuständig für den Eiskunstlauf, erinnerte an eine abwechslungsreiche Saison 2014/2015. Sie berichtete über das vielseitige Trainingsprogramm und zahlreiche Wettbewerbe, bei denen insgesamt 26 erste, 16 zweite und 10 dritte Plätze errungen wurden. Sie dankte allen, die sie bei ihrer erfolgreichen Arbeit für die Eiskunstlaufsparte unterstützt haben, einschließlich der Eltern der Eiskunstläuferinnen. Aus den Händen von Jochen Haselbacher erhielt Katja Bögelsack zum Dank einen Blumenstrauß. Den Bericht des Spartenleiters Eishockey lieferte Kersten Balogh ab. Seine Mitteilung, dass die Schülermannschaft des ESC Wedemark Scorpions in der vergangenen Saison die fairste Mannschaft in Norddeutschland war, wurde mit viel Beifall begleitet. Die Mitglieder stimmten anschließend einem Antrag des 1. Vorsitzenden Haselbacher auf Erhöhung des Mitgliederbeitrags um fünf Euro zu. Steigende Ausgaben, darunter Abgaben an den DEB sowie ein größer gewordener ESC-Trainerstab, machten diesen Schritt erforderlich, hieß es in der Begründung. Der überwiegende Teil der Mitglieder nahm auch den Vorschlag für eine Umlage in Höhe von maximal 20 Euro pro Mitglied an – für den beabsichtigten Neubau eines 25 Quadratmeter großen Blockhauses zu Trainings- und Lagerzwecken.