Jörg von Bargen las in der Türen Galerie

Natürlich signierte Autor Jörg von Bargen seine Bücher im Anschluss an die Lesung auch noch.

Schriftsteller aus der Nordheide begeisterte mit seinem Krimi die Wedemärker

Bissendorf (awi). Autor Jörg von Bargen aus Buchholz in der Nordheide hat in der Hensel Türen Galerie, Schlager Chaussee 1, seinen neuesten Kriminalroman „Die Gutachter“ vorgestellt. Die Ermittlungen des Hamburger Hauptkommissars Fabian Hilpert zum Tod eines Kunsthistorikers lockten mehr als 20 Besucher in den für eine Lesung doch recht ungewöhnlichen Veranstaltungsort. Aufgeteilt nicht in Kapitel des Buches, sondern in Figuren, die eine tragende Rolle spielen, zog Jörg von Bargen die Zuhörer knapp zwei Stunden in seinen Bann. Aufgelockert mit kleinen Anekdoten aus seinem Leben und seinem Wirken als Autor, war es für alle ein rundum gelungener Abend, freuten sich die Veranstalterinnen Katharina Sauer von Bücher am Markt und Christine Hensel von der Hensel Türen Galerie.
„Laut unseren Gästen besteht akuter Wiederholungsbedarf“, berichteten sie. Natürlich waren alle Gäste im Foyer der Galerie mit Getränken und Knabbereien versorgt. Auch einige Fragen wurden gestellt, zum Beispiel, wie lange der Autor für das Schreiben eines Buches braucht. Zur Überraschung einiger Gäste berichtete von Bargen, dass er an einem Buch etwa sechs Monate arbeite, er schreibe aber immer an mehreren Geschichten parallel. Auch auf die Frage, warum seine Bücher so aktuell seien, zum Beispiel in „Der Gutachter“ der Bezug zur Gustl-Mollath-Affäre – es geht ja um Kunstfälschung und dort zum Teil auch um Nazi-Kunst, da keiner weiß, was zerstört wurde und was tatsächlich vielleicht echt sein könnte – verwies von Bargen auf das parallele Schreiben und auf die Flexibilität im Schreibprozess, solch aktuelle Ereignisse mit aufnehmen zu können. Es kamen auch allgemeine Fragen zum Entstehungsprozess eines Buches: So muss er es nach dem Schreiben so oft lesen, bis er es nicht mehr sehen kann, dann geht’s zum Lektor. Er habe auch bis heute noch keinen seiner Romane wieder gelesen, er freue sich aber drauf, bald den ersten Teil noch einmal zu lesen, verriet von Bargen seinem Publikum. Die Bücher des Autors verkauften sich an diesem Abend sehr erfolgreich, da die sehr ansprechende Lesung viel Interesse wecken konnte.