Käsekraut schmeckt nach Käse

Blu-Kräuter sind immer wieder lecker und naschen ist erlaubt, auch für den Chef, Gärtnermeister Dolf Borgas.

Blu-Kräuter aus der Erlebnisgärtnerei Borgas sind beliebt – jetzt erst recht

Mellendorf. „Wir haben seit dem 14. April etwas Neues aus dem Hause Blu-Kräuter – exklusiv vor dem offiziellem Verkaufsstart – im Angebot“, verrät Gärtnermeister Dolf Borgas und setzt noch einen oben drauf: „Da ist ein Käsekraut dabei, das schmeckt tatsächlich nach Käse!“
Das Blu-Käsekraut ist tatsächlich ein erstaunliches Kraut und mit seinem einmaligen Geschmack optimal also für alle Veggi-Freunde, die auf der Suche nach einer pflanzlichen Alternative sind. Die jungen, zarten Blätter haben ein einzigartiges Camembert-Aroma und eine leichte Schärfe. In Vietnam, wo das Käsekraut ursprünglich herkommt und dort „La Mo Long“ genannt wird, ist es eines der wichtigsten Würzpflanzen. Über Pizza gestreut, roh im Salat oder als Zutat für ein kulinarisches Experiment – Käse geht immer, ist auf der offiziellen Internetseite nachzulesen.
„Das Kraut ist nicht nur essbar, sondenr auch mehrjährig, liebt die Sonne und kann bis 80 Zentimeter hoch werden“, so Gärtnermeister Dolf Borgas. Verwendet werden die jungen Blätter deren Geschmack und Geruch an Camembert erinnern und eine leichte Rettichnote besitzen. Die Blätter werden grob gehackt und verleihen dem Gericht einen gewünschten Käse-Geschmack. In Vietnam wird es unter anderem dazu eingesetzt, schwer verdauliche, stark eiweißhaltige Gerichte bekömmlicher zu machen. Die Pflanze sieht zudem sehr hübsch aus und macht sich gut sowohl auf Balkon und Terrasse als auch im Haus als Zimmerpflanze. Das Käsekraut bevorzugt einen hellen, sonnigen Standort. Die Pflanze ist allerdings nicht winterhart und sollte daher im Winter im Haus stehen. Sie kann in eine Ampel gepflanzt werden oder mit einer Rankhilfe als Kletterpflanze wachsen.
Die Blu Kräuter waren schon die ganzen Jahre der Renner in der Gärtnerei Borgas, sind aber in der Pandemie noch deutlich stärker nachgefragt, haben Dolf Borgas und sein Team festgestellt. „Wir haben im letzten Jahr den Absatz von Bio-Blu-Kräutern vervierfacht.
Auch in diesem Jahr ist die Nachfrage schon sehr groß. Blu-Kräuter haben in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Jedes Jahr kommen neue Produkte auf den Markt“, weiß Borgas zu berichten. Gesundheit und Nachhaltigkeit liegen dem Gärtnermeister am Herzen, gerade in der jetzigen Zeit. Und daher tut die Erlebnisgärtnerei Borgas in dieser Hinsicht auch viel: Sie hat neue Sorten in der Eigenproduktion, die weniger Energie benötigen und im Wuchs kompakter bleiben, um den Einsatz von Hemmstoffen zu reduzieren. Sie setzt auf eine gezielte Kulturführung durch die Verwendung eines Klimacomputers, mit einer „Cool Morning Strategie“. Das bedeutet eine Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang werden Pflanzen in der Produktion in der Temperatur stark „runter gefahren“ – Heizung auf fünf Grad und starkes Lüften, so werden sie abgehärtet und bleiben im Wuchs kompakter. Die Verwendung und der Verkauf von torffreien und torfreduzierten Produkten sei leider noch nicht in allen Bereichen machbar, bedauert Dolf Borgas. Aber er verwendet ein geschlossenes Bewässerungssystem: das Gießwasser wird aufgefangen und wiederverwendet. – Einsatz von Nützlingen, somit wird der Einsatz von Chemie weitestgehend vermieden.
Auf Herbizide gegen Wildkräuter, vor allem aber auf Glyphosat wird verzichtet. Am Einfahrtsbereich gibt es auch dieses Jahr wieder eine etwa 1.000 Quadratmeter große Bienenweide. „Und gerade starten wir mit einem Imker aus der Wedemark den Versuch, Borgas-Honig zu produzieren“, verrät Dolf Borgas, der sein Nachhaltigkeitsbewusstsein außerdem durch eine Photovoltaikanlage, Energieschirme und die starke Reduzierung bei der Verbrennung fossiler Energieträger durch die Nutzung der Abwärme einer Bio-Gas Anlage belegt.