Karl-Hans Konert neuer Museumsleiter

Jeder hat sein Lieblingsausstellungsstück. Karl-Hans Konert haben es vor allem die alten Geräte wie das Butterfass angetan. Foto: A. Wiese

Gemeinde will gemeinsam mit Team neues Konzept für Heimatmuseum erarbeiten

Bissendorf (awi/cp). Mit dem Abschied von Gerhard Kutzner in der letzten Woche (das ECHO berichtete) soll für das Richard-Brandt-Museum eine neue Ära beginnen.
Gestern stellte Büchereileiterin Martina Popan den Bissendorfer Karl-Hans Konert als neuen Museumsleiter vor. Konert hat wie sein Vorgänger quasi einen Mini-Job bei der Gemeinde, aber er wolle anders arbeiten als Einzelkämpfer Kutzner, betont er. Ein Team aus Mitarbeitern der Bücherei, Gästeführerinnen und Interessierten wird sich künftig um das Museum im Obergeschoss des Büchereigebäudes und im Kavaliershaus kümmern. Feste Öffnungszeiten gibt es bis auf Weiteres erst einmal nicht. Wer Interesse an einer Führung hat – egal ob Einzelperson oder Gruppe – meldet sich in der Bücherei bei Martina Popan und ihrem Team unter Telefon 71 68 an. Denn die Bibliothek soll künftig als zentrale Anlaufstelle für das Museum fungieren. Fachbereichsleiter Jörg Clausing wolle, dass die Gemeinde künftig mehr in Museumsbelange eingebunden werde, erläuterte Popan gestern bei der Vorstellung Konerts vor der Presse. Dieser stand schon lange in Kontakt mit seinem Vorgänger Kutzner, ohne jedoch auf dessen Nachfolge spekuliert zu haben. „Ich hab mich immer schon für das Heimatmuseum hier inte-ressiert“, sagt Karl-Hans Konert, gebürtiger Mecklenburger, der seit 20 Jahren in Bissendorf lebt. Als Kutzner jedoch signalisierte, dass er aufhören wolle und den in Alters-
teilzeit befindlichen ehemaligen Leiter des Personalreferats in der Staatskanzlei fragte, ob er nicht Lust habe, seine Nachfolge anzutreten, überlegte Konert nicht lange und sagte nach Verhandlungen mit der Gemeinde ja. Die hatte der Politik schon vor über einem Jahr ein neues Konzept für das Heimatmuseum angekündigt. Ein solches auf die Beine zu stellen und das Richard-Brandt-Museum wieder mehr in den Fokus auch der Wedemärker zu rücken, das ist jetzt das Ziel aller Beteiligten für die nächs-ten Monate. Ob auch ein Museumsverein zu diesem neuen Konzept gehören könnte, das will Konert zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder bejahen noch ausschließen. „Auf jeden Fall sind unser Heimatmuseum und seine Umgebung ein Pfund, mit dem man wuchern kann und muss“, betont Kutzners Nachfolger.
Das Heimatmuseum wurde 1963 im Zentrum von Bissendorf eröffnet und später von seinem Gründer, dem Schriftsteller und Heimatforscher Richard Brandt, der Gemeinde Wedemark übergeben. Heute befindet sich das Museum im Kavalierhaus im Amtsgarten und im Dachgeschoss der Gemeindebücherei in Bissendorf. Richard Brandt sammelte einen großen Teil der heute ausgestellten Stücke, weswegen das Museum heute noch seinen Namen trägt.