Karl-Hans Konert offiziell verabschiedet

Mit einem Präsentkorb verabschiedete Bürgermeister Helge Zychlinski (links) am Montag den langjährigen ehrenamtlichen Leiter des Wedemärker Heimatmuseums, Karl-Hans Konert, im Bürgerhaus. Foto: A. Wiese

Zychlinski: „Das Heimatmuseum ist ein Stück weit moderner geworden“

Bissendorf (awi). Bürgermeister Helge Zychlinski hat am Montag im Kreise von Verwaltung, Politik und Museumsteam den langjährigen ehrenamtlichen Leiter des Heimatmuseums der Wedemark in Bissendorf mit herzlichen Dankesworten und einem kleinen Präsentkorb verabschiedet. Frühzeitig habe dieser letztes Jahr angekündigt, sich nach sieben Jahren, in denen er fast ausschließlich im Museum gewesen sei, sich ab März diesen Jahres nur noch als einfaches Teammitglied einbringen und Familien und Garten widmen zu wollen. Verwaltung und Museumskollegen seien erheblich geschockt gewesen, so Zychlinski. Ein Nachfolger für die ehrenamtliche Führungsposition habe sich bis heute nicht gefunden. Dafür stehe jetzt übergangsweise ein Führungsduo aus Peter Schulze und Friedrich Thümler an der Spitze, unterstützt von einem 20-köpfigen sehr engagierten Team. Unter Konert habe es vor sieben Jahren einen Neustart des Museums gegeben, mit einem neuen Konzept, sehr durchdacht und auf den engen Raum zugeschnitten mit Ausstellungen von der Steinzeit bis zur Gegenwart in einzelnen Phasen, wechselnden Sonderausstellungen und neuen Medien. Auch der jüngeren Geschichte habe sich das Museumsteam zugewendet, sei selbst auf Recherche gegangen und habe auf dem Dachboden des ehemaligen Emaillierwerks ein Zwangsarbeiterbett für das Museum gesichert. Auch die populäre Vitrine mit Andenken berühmter Wedemärker von Heinz-Rudolf Kunze bis zu den Scoropions gehe auf Konerts Initiative zurück, so Zychlinski, der sich auch beim Förderverein und Sandar Koch bedankte. Konerts Dank richtete sich an die Verwaltung, den Bauhof, sein Museumsteam, Rat und Politik und die Presse. Die letzten fünf Jahre unter Zychlinski und der Ersten Gemeinderätin Susanne Schönemeier hätten nach der Planungsphase im Zeichen der Umsetzung der Ideen gestanden. Das sei nicht ganz einfach gewesen: Einen geeigneten Dienstleis-ter für das Vorhaben per Ausschreibung zu finden, Förderer zu gewinnen und zuletzt den Anteil der Gemeinde im Haushalt zu verankern sei schon als gewaltiger Kraftakt zu werten, doch es habe funktioniert, freute sich Konert.
Eine Ortsbürgermeisterin habe sich auch in die praktische Museumsarbeit eingebracht: Frau Spindler habe zusammen mit der über 90-jährigen Frau Rode aus Neustadt dem 200 Jahre alte Webstuhl eine neue Kette aufgezogen, sodass er nun wieder genutzt und vor allem vorgeführt werden könne. Es hätte jedoch nicht funktioniert, wenn er nicht so ein tolles Team gehabt habe, betonte Konert. „Dass wir heute ein Museums-team von 20 Personen haben würden, hätte er sich damals nicht träumen lassen und darauf sei er ganz besonders stolz.