Katholische Kirche baut Vorplatz um

Pfarrer Hartmut Lütge (von links), Gerold Buhl vom Kirchenvorstand und Planer Andreas Ackermann zeigen schon mal , wie der freie Blick auf die Kirche vom neuen Zugang von der Bissendorfer Straße her demnächst aussehen wird. Die Büsche verschwinden, der Weg zur Kirche wird gepflastert und öffnet sich in einen Platz. Foto: A. Wiese

Öffnung nach außen soll symbolisch sichtbar werden – LEADER ist im Boot

Mellendorf (awi). Das Umfeld der katholischen Kirche St. Maria Immaculata ist dringend sanierungsbedürftig. Die Kirche selbst, die aus den fünfziger Jahren stammt hat in der Vergangenheit in Etappen bereits eine Modernisierung erfahren. Jetzt wird der Vorplatz neu gestaltet – für insgesamt 160.000 Euro. 91.000 Euro werden aus LEADER-Mitteln finanziert. Der Tipp, sich dafür zu bewerben, kam im Rahmen seiner Sommertour letztes Jahr von Bürgermeister Helge Zychlinski. Und es hat geklappt. Ende Juni beginnen die Bauarbeiten. Pastor Harmut Lütge, Gerold Buhl vom Kirchenvorstand und Planer Andreas Ackermann stellten die Pläne jetzt vor. Der Waschbetonbelag auf den Stufen zur Kirche ist stark verwittert. Das zum Portal führende zweistufige Podest zeigt deutlich Risse und Abplatzungen. Es besteht keine geordnete Ableitung des Niederschlagswassers von der gesamten Fläche. Die Barrierefreiheit ist mangelhaft und die Verkehrssicherheit unzulässig eingeschränkt. Das Büro Ackermann für Garten- und Landschafts- Architektur BDLA aus Hannover hat einen Entwurf erarbeitet, der in Abstimmung mit dem Kirchenvorstand der Gemeinde und dem Bischöflichen Generalvikariat in Hildesheim als Grundlage für die Ausführung der Umgestaltung des Platzes dient. Hervorzuhebendes Merkmal ist die Anhebung des größten Teiles der Fläche auf das Niveau des Kircheneinganges. Durch die Schaffung eines Zugangs für Rollstuhlfahrer vom Bunzlauer Weg auf diese Höhe wird die Barrierefreiheit wesentlich verbessert. Die Zufahrt für Radfahrer und Rettungsfahrzeuge erfolgt ebenfalls von dort. Der Hauptzugang der Fußgänger führt von der Bissendorfer Straße, L383, über zwei Treppenstufen auf den Kirchplatz. Die Erneuerung des Vorplatzes soll dazu genutzt werden, die Fläche so zu gestalten, dass sie eine beruhigende Öffnung von den viel befahrenen nahen Straßen zum Kirchengebäude darstellt. Der mittlere, quadratische Teil der Fläche wird mit einem Naturstein belegt. Ausgesucht wurde ein geflammter und gestrahlter schwarzer Gabbro, der auf einem Unterbau aus Drainbeton verlegt wird. Die Zuwegungen von der Bissendorfer Straße, dem Bunzlauer Weg und zum Gemeindehaus erhalten einen grauen Betonstein als Belag. Acht Fahrradständer werden im Bereich gegenüber des Schaukastens postiert. Die Belegung der Flächen mit Natur- und Betonsteinen, die Einbindung von Sitzgelegenheiten aus Betonblöcken mit Sitzauflagen, eine artenreiche Bepflanzung sowie eine angenehme Beleuchtung wurden dazu ausgewählt, einen Ort der Begegnung und des Verweilens für die ganze Gemeinde und das Wohnquartier entstehen zu lassen. Der Platz ist auch für die Durchführung von Veranstaltungen und liturgischen Ereignissen vorgesehen. Der Beginn der Bauarbeiten zur Neugestaltung des Vorplatzes der Kirche ist für Ende Juni vorgesehen. Die Dauer der Bauarbeiten werden etwa drei Monate in Anspruch nehmen und sollen möglichst zum Gemeindefest am 15. September fertig sein. Der Auftrag wurde an die Firma Mull Ohlendorf, Garten- und Landschaftsbau, Walsrode, vergeben. Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes fördert die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes in der Europäischen Union und damit das Projekt mit genannten 91.000 Euro. Der Eigenanteil der Pfarrgemeinde wird aus Spenden und einem Zuschuss des Bistums Hildesheim bestritten.