Kettensägenschnitzer am Werk

Günther Kloxin (rechts) erklärt Wolfgang Hapke aus Laderholz die Vorteile einer Carving-Schiene, dem Handwerkszeug des Kettensägenschnitzers. Foto: B. Stache

Zuschauer strömen zur Schmiede an der Reiterheide

Helstorf (st). In Erinnerungen schwelgen konnten die zahlreichen Besucher beim Schmiedetag des Heimat- und Museumsvereins in Helstorf. Ob in der alten Schmiede an der feurigen Esse, in Marthas Scheune beim Blick in die Bauernküche oder die original Uhrmacherwerkstatt, für Jung und Alt gab es wieder viel zu sehen. Wie einst der Schuster richtig Hand am Leisten anlegte, zeigte Schustermeister Gerhard Becker, der in Brelingen ein Schustermuseum betreibt, äußerst eindrucksvoll. Die Arbeit am Spinnrad und Webstuhl wurde ebenfalls gezeigt. Unter dem Motto „Alles um den Frühjahrsputz anno dazumal“ präsentierte Norbert Schlumbohm aus Celle gemeinsam mit Monika Przybilla (Bad Bodenteich) alte Gebrauchsgegenstände und Mittelchen, die seit Generationen im Haushalt beim Frühjahrsputz zur Anwendung kamen: von diversen Reinigungsbürsten über Reinigungsmittel bis hin zum Teppichklopfer – grob oder fein für Seidenstoffe. Wie aus einem Eichenstamm von 120 cm Höhe und einem Durchmesser von 35 cm eine stattliche Eule wird, zeigte der Kettensägenschnitzer Günther Kloxin. Der Burgdorfer betreibt die Kunst des Kettensägenschnitzens seit sechs Jahren als Hobby. „Für das Anfertigen einer solchen Eule benötige ich etwa drei Stunden“, erklärte Kloxin, der für seine Schnitzarbeiten herkömmliche Kettensägen mit einer speziellen Schnitzgarnitur, sogenannten Carving-Schienen, verwendet, um auch kleine Radien schneiden zu können. „Ich nehme auch Baumfällungen vor und fertige aus dem stehengebliebenen Reststamm Skulpturen nach Wunsch“, so der künstlerisch begabte Kettensägenschnitzer. Den nächsten Schmiedetag gibt es am Sonntag, 20. Mai, von 11 bis 17 Uhr mit einem Flohmarkt. Dazu werden auch wieder Kaffee, selbst gebackener Kuchen und Bratwürste angeboten.