Kinder lernen spielerisch alles über den Zahnarzt

Boris Holl (v. l.) führt den interessierten Kindern unter den Augen von Juliane Kleine, Natalie Brendeke und Sandryn Döbbelin am Beispiel eines von Karies befallenen Zahnes die Arbeit des Zahnarztes vor. Foto: B. Stache

Talentenetzwerk Wedemark fördert Projekt zur Zahngesundheit

Bissendorf (st). Die Freude beim Zahnarztbesuch war den zehn Kindern der evangelischen Kindergartenstätte deutlich anzusehen. Mit großer Begeisterung haben sich die Fünf- und Sechsjährigen an zwei Tagen in der Praxis für Zahnheilkunde von Boris Holl umgesehen, experimentiert und gelernt. Viel Freude bereitete den Kleinen das Kneten von Gebissen, die sie geschickt mit Zahnersatz aus Holz und Plastik bestückten. Neben dem Blick hinter die Kulissen einer Zahnarztpraxis durften die Kinder auch einmal schlecht geputzte und von Karies befallene Gipszähne mit richtigem Zahnarztwerkzeug behandeln. „Für die Kinder war es interessant zu sehen, wie gebohrt wird und wie Füllungen gemacht werden“, erklärte Erzieherin Daniela Lührs. Wissenswertes gab es zu den Themen Zahn, Zunge, Kiefer und Speiseröhre. Spielerisch erfuhren die Kleinen viel über Zahngesundheit: „Auch die Dinosaurier haben ihre Zähne geputzt“, wusste ein Junge zu berichten. Das Projekt „MundRaumForscher“ wurde vom Talentenetzwerk Wedemark organisiert. Zahnarzt Boris Holl, Vater von zwei Kindern, hatte sich bereiterklärt, bei dem Vorhaben rund um den Zahn mitzumachen. „Ich unterstütze gerne das Projekt vom Talentenetzwerk Wedemark. Ich halte es für eine Verpflichtung, als Zahnarzt den Kindern einen positiven Erstkontakt zum Thema Zahngesundheit zu ermöglichen“, begründete Holl sein besonderes Engagement. Im Team mit der Zahnärztin Juliane Kleine sowie den beiden Mitarbeiterinnen Natalie Brendeke und Sandryn Döbbelin ist es ihm gelungen, bei den Kleinen die Neugierde am Zahn und Zahnarzt zu wecken. „Aus meiner Sicht haben Kinder keine Angst vor dem Zahnarztbesuch. Häufig ist es so, dass negative Erfahrungen aus der Erwachsenenwelt die Kinder beeinflussen“, erklärte Boris Holl, und wandte sich wieder einem der neugierigen Kinder zu.