Kinderrechte ins Grundgesetz – jetzt!

Öffentlicher Appell von Unicef an die Politik

Wedemark. UNICEF Deutschland und zahlreiche namhafte Unterstützer haben sich zum Tag des Grundgesetzes mit einem öffentlichen Appell an die Politik gewendet. Sie fordern darin, mit der Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz die rechtliche Grundlage für ein kinderfreundliches Deutschland zu schaffen. Jedes Kind hat Rechte. Doch im deutschen Grundgesetz, das mittlerweile 71 Jahre alt ist, kommen die Kinderrechte bis heute nicht vor. Zum Tag des Grundgesetzes hat UNICEF Deutschland mit einem erneuten öffentlichen Appell zur Aufnahme der Kinderrechte in die deutsche Verfassung aufgerufen.
Zu den Unterzeichnern des Appells gehören bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und dem Kulturbereich sowie Fachleute und ehrenamtlich Engagierte. Sie appellieren an die Bundesregierung, an die Mitglieder des Bundestags und des Bundesrats an dem im Koalitionsvertrag vereinbarten Vorhaben festzuhalten, die Kinderrechte in das Grundgesetz aufzunehmen. In dem Appell heißt es: „Die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz bedeutet, das Wohl von Kindern in den Mittelpunkt zu stellen, Kinder als eigenständige Rechtsträger anzuerkennen, Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe den Rücken zu stärken, Kinder besser zu schützen und zu fördern sowie Kinder anzuhören und zu beteiligen, wenn es um ihre Belange geht.“
Auch Christiane Freude, Leiterin der UNICEF-AG Südheide, setzt sich für das Anliegen ein: „Die Wedemark hat sich mit der Teilnahme an dem Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ verpflichtet, die Rechte von Kindern hier vor Ort zu stärken“, so Christiane Freude. Die Wedemark wird langfristig davon profitieren, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu fördern und in ihre Bildung, Gesundheit, Sicherheit und Mobilität zu investieren. Da bin ich sicher. Und was hier auf kommunaler Ebene gelingt, sollte auch auf Bundesebene klappen.“