Kindertheater ein voller Erfolg

Der Weihnachtsmann mit der Kinder-Theatergruppe 2018 im Jugendgästehaus Gailhof. Foto E. Rodenbostel 

Zum zehnten Mal eroberten die Kinder aus dem Dorf die Bühne

Gailhof (er). Am ersten Advent fand nun schon zum zehnten Mal im gut besuchten Jugend-, Gäste- und Seminarhaus in Gailhof mit 16 Gailhofer Kindern und Vorleserin (KariAnn Rieger) die Adventsfeier mit Kindertheater statt. Maggie Garland übt schon viele Jahre die Stücke mit den Kindern ein und schrieb in diesem Jahr das Märchen: „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ so um, dass alle teilnehmenden Kinder eine Sprecherrolle erhielten. Maggie Garland: „Bei mir gibt es keine Bäume, alle sagen etwas und die Stücke bekommen Lokalcolorit!“ Inzwischen hilft die gesamte Familie: die Tochter führt Regie, der Schwiegersohn und sein Bruder sind für die Technik zuständig. Unterstützt wird die Familie von Steffi Marten, die immer aushilft und in diesem Jahr die Fähre „Wilma“ gebaut hat.
In der Rekordprobezeit von acht Wochen hat Maggie Garland die Kostüme und Dekoration gefertigt und mit den Kindern die Texte geübt. Die Spieler waren im Alter von vier bis fünfzehn und hatten merklich Spaß bei ihrer Aufführung, die sie vor Beginn mit ihren Gedichten und musikalisch eingeleitet haben. Vorgestellt wurden die kleinen Schauspieler von Wilma Steinborn, bei der seit 32 Jahren im Keller geprobt wird und die ein großes Herz für die kleinen Darsteller hat. Die Aufführungen der Gailhofer Kinder zu Weihnachten haben Tradition, bereits die Großeltern der spielenden Generation führten Weihnachtsmärchen auf.
Nach der Begrüßung durch Rolf-Dieter Göing vom Schützenverein und Friedhelm Beimdiek vom Bürgerverein, spielten einige Teilnehmer der Meitzer Flötengruppe Lieder zum Mitsingen. Dann begann das Theaterstück mit sehr kleinen Müllern, einem Glückskind, einem König (der gleichzeitig auch der Teufel war), und einer Königstochter die am gleichen Tag verheiratet werden sollte und meinte: „Ach Mutter, ich hatte heute eigentlich etwas anderes vor.“ Nach der Veranstaltung besuchte der Weihnachtsmann die Gesellschaft und meinte bedauernd: „Normalerweise kenne ich den Weg – aber nun gibt es in Gailhof eine Ampel. Da hat es etwas länger gedauert.“ Selbstgemachter Kuchen und eine große Kaffeetafel beendeten diesen gelungenen Nachmittag.