Kirchenmauer muss saniert werden

Einen kritischer Blick auf die Ausbeulungen in der mehrere hundert Jahre alten Kirchenmauer werfen Pastor Volkmar Biesalski und Karin Ernst vom Kirchenvorstand. Foto: A. Wiese

St. Michaelis-Gemeinde in Bissendorf nimmt aufwändiges Projekt in Angriff

Bissendorf (awi). Kummer bereitet der Kirchengemeinde St. Michaelis der Zustand ihrer Kirchenmauer am Kummerberg. Im Frühjahr hat das Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche sich die Mauer auf Wunsch des Bissendorfer Kirchenvorstandes angesehen und Alarm geschlagen. Ausbeulungen vor allem am Kummerberg stellen die Standfestigkeit in Frage und erfordern eine umfangreiche Sanierung. Das Vorhaben habe sofort den Stempel „hohe Priorität“ bekommen, erklärten Karin Ernst vom Kirchenvorstand und Pastor Volkmar Biesalski. Zunächst muss der Druck gemindert werden. Dafür wird jetzt in Kürze die Erde in einer Breite von 2,50 Uhr rund 50 Zentimeter tief auf der Rückseite der Mauer abgetragen. Leider muss auch eine mehr als hundert Jahre alte Eibe weichen, so dass das äußere Erscheinungsbild des Kirchenaufgangs sich verändern wird. „Aber gerade deswegen möchten wir die Bissendorfer Bevölkerung frühzeitig über die notwendigen Arbeiten informieren, um Irritationen zu vermeiden“, so Ernst und Biesalski. Nach den Erdarbeiten werde im Winter erst mal nichts mehr passieren. Alle weiteren Sanierungsarbeiten seien für 2012 geplant. Allein für den ersten Bauabschnitt sind 100.000 Euro veranschlagt. Der Kirchenkreis hat einen Zuschuss von rund dreiviertel der Summe bereits bewilligt.
Sicher ist außerdem schon jetzt, dass in Abstimmung mit dem Ortsrat die Gemeinde Wedemark die Gelegenheit nutzen wird, die Einmündung in die Straße Kummerberg zu entschärfen. Der Einmündungsbereich soll umgestaltet werden. Anschließend wird der gesamte Bereich neu bepflanzt. Doch Eiben wachsen langsam und der Ortsbild werde sich definitiv verändern, so Biesalski.