Kirchenradio in Elze startet durch

Vom Hubwagen aus montierten Techniker der Firma Pleuß letzte Woche die Sendeantenne am Elzer Glockenturm. Foto: A. Wiese
 
Pastor Maik Schwarz mit Sendeanlage

Am 21. März erste Gottesdienstübertragung im Radio auf Frequenz 95,1

Elze (awi). Die Kirchengemeinde Elze-Bennemühlen hat gleich doppelt Grund zur Freude: Die Übertragung ihres ersten Radiogottesdienstes im Bereich der Kirchengemeinde von Sprockhof bis Meitze am 21. März und die Aussicht auf den ersten Präsenzgottesdienst seit langer Zeit am 28. März.
„Am Gottesdienst an Palmarum am 28. März begehen wir den Einzug Jesu nach Jerusalem. Am gleichen Tag werden auch wieder Besucher in die Kirche in Elze einziehen. Ich finde das ein schönes Symbol“, sagt der Pastor der Kirchengemeinde Elze-Bennemühlen, Maik Schwarz. Der Kirchenvorstand hat entschieden, dass in Elze und Meitze noch etwas gewartet werden soll, bis die Gottesdiens-te für die Gemeinde geöffnet werden. „Dass wir vielleicht etwas länger warten als andere Kirchengemeinden hat auch damit zu tun, dass wir nun endlich mit etwas Verzögerung den Sender für die Radiokirche auf dem Glockenturm in Elze angebracht haben und hoffentlich am Sonntag, 21. März, den ersten Gottesdienst über UKW 95,1 übertragen können“, freut sich Kirchenvorsteher Bernhard Orlowski.
„Wenn alles einwandfrei funktioniert, können wir vielleicht schon früher den Gottesdienst über das Radio ausstrahlen, also mit der Passionsandacht am 17. März oder gar mit dem Gottesdienst am 14. März – aber ich möchte noch nicht zu viel versprechen“. In jedem Fall wird es bis zum 28. März an den Sonntagen weiterhin die „Gottesdienste zum Mitnehmen“ vor der Kirche in Elze und der Kapelle in Meitze zum Abholen geben. Aktuelle Infos zur Radiokirche und zu den Gottesdiensten zum Mitnehmen sind unter www.kirche-elze.de zu finden. Großes Lob für das engagierte Kirchenradioprojekt, das Vorreiter im Bereich der Landeskirche ist, erntet die Kirchengemeinde auch von Bürgermeister Helge Zychlinski, der selbst in Elze wohnt, und daher die Möglichkeit hat, die Gottesdienstübertragung am Küchenradio oder wo auch immer zu verfolgen. Technisch wäre auch eine weiträumigere Ausstrahlung möglich, doch würde die Lizenz dafür die finanziellen Möglichkeiten der Kirchengemeinde überschreiten. Die kann sich das ehrgeizige Projekt ohnehin nur leisten, weil die Spendenbereitschaft aus Elze und den umliegenden Ortschaften so erfreulich groß war. Auf den Aufruf in den lokalen Zeitungen reagierten viele Bürger, Unternehmen und auch der Ortsrat prompt und so kamen die benötigten 5.000 Euro für Lizenzen, technisches Equipment und Montage schnell zusammen. Darunter war eine private Spende in Höhe von 1.000 Euro, deren Urheber aber anonym bleiben möchte. Alle Spender, die namentlich bekannt waren, haben von der Kirchengemeinde auch bereits ein Dankschreiben erhalten.
Die Firma Pleuß hat letzte Woche nicht nur mittels eines Hubwagens am höchsten Punkt des Elzer Glockenturms die Sendeantenne angebracht, sondern sie zugleich auch professionell gegen Blitzschlag abgesichert. Zudem wurde das Übertragungs-Kabel in die Sakristei der Kirche verlegt, wo die Mikrofonanlage der Kirche sowie der Sender mit der Antenne verbunden werden, erklärte Wulf-Streffen Pohle, der nicht nur Initiator ist, sondern es auch als Technikfachmann weiterhin betreuen wird, nachdem jetzt alle technischen und bürokratischen Hürden endlich überwunden sind.