KiTa Brelingen schwört auf Forscher-Kids

Zina (links) und Josephine aus der Vorschulgruppe des evangelischen Kindergartens Brelingen färben fasziniert Waschlappen ein.
 
Brelingens KiTa-Leiterin Beate Przybilla (links) und Marie Hemme vom Team Tagesbetreuung für Kinder der Region haben selber Spaß am Experimentieren mit Waage, Gewichten und mehr. Fotos: A. Wiese

Fortbildungsprogramm der Region läuft auch in Corona-Zeiten weiter

Brelingen (awi). Messen und Wiegen, Mikroskopieren, in der Werkstatt arbeiten, kreativ sein, sich mit Natur, Klima und Umwelt beschäftigen, rund um den Strom herausfinden, wie funktioniert das – die Welt der kleinen Forscher ist unglaublich vielfältig. Zina und Josephine, die zurzeit die Notgruppe in der evangelischen KiTa St.Martini Brelingen besuchen, haben sich heute für den Bereich Experimentieren mit Farben entschieden. Sie lösen verschiedenfarbiges Krepppapier in Wasser auf, erzeugen damit verschiedene Farben und färben damit Waschlappen ein. Ein sehr feuchter Spaß, der dazuführt, dass die emsigen beiden Forscherinnen auch immer wieder Tücher und den Wishmop in die Hand nehmen müssen, um den Tisch und den Bereich rundherum trocken zu legen. Marie Hemme von der Region Hannover und KiTa-Leiterin Beate Przybilla beobachten das Geschehen interessiert. In der KiTa St. Martini ist der große Gemeinschaftsraum so eingerichtet, dass das Zubehör für die verschiedenen Forscherstation immer tischweise bereit steht und die Kinder der Vorschulgruppe mindestens einmal die Woche sich einen Themenbereich zum Experimentieren aussuchen dürfen. „Zina und Josephine haben sich bereits mehrfach für das Färben entschieden. Sie sind ganz fasziniert davon“, erzählt Beate Przybilla. Sie ist dem Förderverein des evangelishcen Kindergartens sehr dankbar, dass dieser mit einer Finanzspritze den Ankauf diverser Materialkisten möglich gemacht hat. Denn nur so macht die Fortbildung, die ihre Mitarbeiter seit zwei Jahren bei der Region absolvieren auch Sinn. „Das Fortbildungsprogramm Forscher-Kids Region Hannover ist lokaler Netzwerkpartner der Stiftung Haus der kleinen Forscher“, erläutert Marie Hemme, die sich bemüht, auch jetzt in Corona-Zeiten mit neuer Technik die Fortbildung in der zur Verfügung stehenden Zeit für die Kindergartenmitarbeiter möglich zu machen. Da gibt es spezielle Angebote für pädagogische Fachkräfte in verschiedenen Themenbereichen, aber auch direkt zugeschnitten auf KiTa-Leitungen. Die Angebote gelten trägerunabhängig für alle Kindertageseinrichtungen der 21 Städte und Gemeinden der Region Hannover. Entsprechend geschult haben die Erzieher die Möglichkeit, im Alltag ihrer KiTa den Forschergeist der Kinder zu wecken. Das gemeinsame Forschen steigert das Interesse an Naturwissenschaften, Mathematik, Technik und Informatik fördert die Entwicklung wichtiger Basiskompetenzen wie Sprache, Sozialverhalten, Feinmotorik oder lernmethodische Kompetenzen. Es stärkt die Fähigkeit der Kinder, sich mit Problemen und Fragestellungen auseinanderzusetzen und Lösungen zu entwickeln. Das Experimentieren mit anderen Kindern, Erwachsenen oder auch allein führt zu wichtigen Selbstwirksamkeitserfahrungen. Die Mädchen und Jungen erleben: „Ich kann das!“ „Wir sind vom Konzept Lernwerkstatt überzeugt und können allen unseren Kollegen nur empfehlen, dort ebenfalls einzusteigen“, sagt Beate Przybilla. Der Fachbereich Jugend bei der Region Hannover, Team Tagesbetreuung für Kinder, Alexandra Igel-Brée, E-Mail Alexandra.Igel@region-hannover.de hilft interessierten KiTas gerne weiter.