Kjells Kampf gegen den Krebs

Kjell, seine Schwester Lennja, Mutter Jennifer und Vater Simon Drews sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft auch der Wedemärker. Foto: Privat
 
Kjell mit dem Havaneserwelpen Telmo, den die Familie jetzt im Mai bekommen hat. Fotos: Privat
 
Kjell und seine Mutter im Krankenhaus. Auch dieses Foto hat Jennifer Drews auf die Spendenaufrufseite gestellt.
 
Kjell und seine Schwester Lennja. Foto: Privat

Familie Drews bedankt sich tief gerührt für mehr als 50.000 Euro Spenden

Elze (awi). Alle wollen Kjell bei seinem Kampf gegen den Krebs helfen: Auf riesige lokale, aber auch überregionale Soldarität ist ein Spendenaufruf auf der Crowdfunding Seite GoFundMe gestoßen. Nach zwei Tagen waren am Donnerstag schon mehr als 52.000 Euro von mehreren hundert Spendern eingegangen. 1.500 Euro hatte Jennifer Drews aus Elze als vorsichtiges Spendenziel angegeben, damit sie ihrem siebenjährigen Sohn Kjell, der nach einer Tumordiagose palliativ behandelt wird, eine Freude machen kann. Jetzt sind Jennifer und Simon Drews und ihre Kinder Kjell und Lennja überwältigt von der riesigen Welle der Hilfsbereitschaft.
„Wir sagen aus ganzem Herzen Danke. Damit haben wir nicht gerechnet. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Spendenaufruf überhaupt machen soll. Eine Freundin hatte mich auf die Crowdfunding-Seite aufmerksam gemacht. Nach langem Zögern habe ich es Dienstag Nacht dann doch gemacht, nachdem wir in der MHH die aktuelle Diagnose bekommen haben“, berichtet Jennifer Drews im Gespräch mit dem ECHO. Sie bedankt sich nicht nur für die Geldspenden, sondern auch für unzählige Kommentare und E-Mails, mit denen die Spender der Familie Mut machen möchten. „Ich kann das nicht gleich beantworten. Ich muss ja vor allem für Kjell dasein, der wegen Fieberschüben und Übelkeit immer wieder ins Krankenhaus muss“, sagt Jennifer Drews und hofft, dass der Dank auf diesem Wege viele Spender erreicht: „Danke für Eure Anteilnahme, jedes liebe Wort. Danke, dass ihr uns wenigstens die finanziellen Sorgen genommen habt!“
„Hallo, ich bin Jenny, die Mama von Kjell (7) und Lennja (5). Eigentlich könnte alles perfekt sein, aber leider erkrankte Kjell im August 2019 an einem embryonalen Rhabdomyosarkom.” So startet Jennifer Drews den Spendenaufruf, den sie für ihren Sohn Kjell auf GoFundMe vor wenigen Tagen ins Leben gerufen hat, und fährt fort: „Das ist ein bösartiger Weichteiltumor, der bei Kjell auf der Blase saß. Die Diagnose Krebs war für alle ein Schock, besonders, da mein Bruder ein halbes Jahr zuvor an Darmkrebs verstorben ist“, schreibt sie weiter in dem Aufruf. Kjell hat schon neun Blöcke Chemotherapie, Bestrahlung und Operationen hinter sich. Diese Therapien überstand der Siebenjährige gut und alle waren zuversichtich ihn dauerhaft geheilt zu haben. Doch doch leider kam im Juli letzten Jahres ein Rückfall: der gesamte Bauchraum saß voll mit Krebs. Seit der erneuten Diagnose im letzten Jahr kämpfen Kjell und seine Familie weiter. Nach der Diagnose im letzten Jahr, als das erste Rezidiv kam, hat Kjell nochmal neun Chemo-Blöcke bekommen und wurde in Tübingen operiert. Nach Beendigung der intensiven Therapie war auf dem Abschluss MRT nichts mehr zu sehen und alle wieder zuversichtlich. Die Diagnose des zweiten Rezidiv bekamen wir Anfang Juni und am 9. Juni erfuhren Kjells Eltern, dass nur noch palliativ behandelt wird. Den Spendenaufruf hat Jennifer Drews knapp zwei Wochen nach der Diagnose gestartet.
„Wollte um Hilfe bitten“
„Nun wollte ich hier um Hilfe bitten: Wir möchten Kjell und Lennja noch eine schöne, unvergessliche Zeit ermöglichen und tolle Erinnerungen schaffen. Kjell hat auch einige Wünsche, Spielzeug, Urlaub, Freizeitparks und so weiter. Wir wissen nicht, wo die Reise hingeht, vielleicht wird er einen Rollstuhl brauchen oder sons-tige Hilfsmittel benötigen. Wir wissen auch nicht, wie viel Zeit uns bleibt, vielleicht ein paar Wochen bis hin zu wenigen Monaten. Viel mehr Hoffnung wurde uns nicht gemacht, da Kjells Tumor extrem agressiv ist“, ist Jennifer Drews ganz offen.
Schon an den ersten zwei Tagen kamen 38.897 Euro zusammen. Damit war die Zielsumme von 1.500 Euro bereits nach einem Tag um das Vielfache übertroffen. Am Donnerstagabend waren es 51.935 Euro. „Wir sind überwältigt und sprachlos über diese enorme Anteilnahme und Hilfsbereitschaft! Wir hätten nie geglaubt, dass so etwas möglich ist“, schreibt Jennifer Drews im Spendenaufruf, den sie immer wieder aktualisiert, um auch von Kjell zu berichten: „Wir sind unendlich dankbar und zu Tränen gerührt! Obwohl unsere Situation schlimm ist, sind wir sehr glücklich so wunderbare Menschen hinter uns zu haben!“ Der Dank richtet sich nicht nur an die Spender und Schreiber der Mut machenden und Anteilnehmenden E-Mails. Der Dank der Familie Drews geht auch an Jennifer Drews Eltern, die ebenfalls in Elze wohnen und immer für ihre Tochter, den Schwiegersohn und die Enkel da sind, an das tolle Team auf der Station 64a der MHH, die Kollegen und Arbeitgeber der Eltern, die so viel Verständnis aufbringen und alle, die in irgendeiner Form helfen und Anteilnehmen: In der Elzer Grundschule, wo Kjell eigentlich letztes Jahr in die erste Klasse eingeschult wurde, die er aber noch nie besuchen konnte, wo aber sein Foto mit an der Wand hängt. Im Gemeinde-Kindergarten, in den Kjell gegangen ist und in den Lennja jetzt geht, auch wenn sie zurzeit zuhause ist, weil sie bei ihrem Bruder sein möchte.
„Im Moment wissen wir überhaupt nicht, wo uns der Kopf steht und müssen uns erst einmal sortieren. Wir freuen uns über jedes liebe Wort, die vielen guten Wünsche und Gedanken. Kjell kann das alles ebenfalls überhaupt nicht glauben, auch er hat vor Freude geweint und sagt immer wieder ,Das ist so nett‘, sagt Jennifer Drews.
Sie freut sich am Donnerstag, berichten zu können, dass es Kjell minimal bessergeht, er das erste Mal seit langer Zeit etwas essen konnte. Nahrung und Flüssigkeit muss er trotzdem weiter über seinen Broviac Katheter bekommen. Am Donnerstag war Kjell zur Blutbildkontrolle und zum Ultraschall im Krankenhaus. In ein bis zwei Wochen wird nochmal geschallt um zu gucken, wie gut die Chemotherapie wirkt. „Zur Zeit sind im ganzen Bauchraum mehr oder weniger große Tumore zu sehen“, sagt Jennifer Drews leise.
Krankengeld aufgebraucht
Die Zahnarzthelferin hat ihre eineinhalb Jahre Krankengeld aufgebraucht und im Februar mit reduzierter Stundenzahl wieder angefangen zu arbeiten. Nun kann sie wieder nicht arbeiten, da sie die Zeit mit ihren Kindern verbringen möchte und Kjell auch intensiv betreut werden muss. Ihr Mann wird jetzt auch viel Zeit mit seiner Familie verbringen und bekommt dann auch nur Krankengeld. Doch jetzt ist die Angst, auch noch in eine finanzielle Notlage zu geraten, erst einmal gebannt. Den Spendenaufruf kann man über folgenden Link aufrufen: https://de.gf.me/v/c/gfm/kjell-mchte-den-krebs-bes...

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Mithilfe spezialisierter Tools und einem speziellen Trust & Safety Team werden GoFundMe-Benutzer vor Betrug geschützt und sicher gestellt, dass die Gelder in die richtigen Hände gelangen, betont Aisling Ehrismann vom Presseteam der Crowdfunding-Seite. Das Trust & Safety Team von GoFundMe arbeite mit wichtigen Stakeholdern, einschließlich Regierungsbeamten, zusammen, um sicherzustellen, dass die auf der Plattform gesammelten Mittel überprüft werden, und dass sie nur für den Zweck verwendet werden, für den das Geld gesammelt wird.
„Wir haben rund um die Uhr ein Trust & Safety Team, was bedeutet, dass jede einzelne Spendenaktion überprüft und verifiziert wird. Bevor das Geld überwiesen wird, werden Daten, Ausweis-Dokumente und Bankinformationen validiert – durch eine genaue Prüfung. Ich kann bestätigen, dass auch die Spendenaktion von Frau Drews überprüft wurde, und die Auszahlungen gestoppt sind, bis ihre Daten validiert sind und sichergestellt ist, dass sie mit der spendenbegünstigte Person (in diesem Falle Kjell) verwandt ist“, so Aisling Ehrismann gegenüber dem ECHO.
Durch den Einsatz von Tools und Technologien, die auf Betrugserkennung (wie Geldwäsche, Phishing, Kartentests, Plagiate) spezialisiert sind, könne das Team die meisten potenziell verdächtigen Spendenaktionen identifizieren. Rund ein Drittel der Mitarbeiter widme sich der Überprüfung aller Spendenaktionen und Transaktionen. Auszahlungen würden unterbrochen, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, die sicherstellen, dass die Person, die die Spenden abhebt, die richtige ist und als Begünstigter bestimmt ist. „Es ist wichtig hervorzuheben, dass Missbrauchsfälle weniger als 0,01% aller Spendenaktionen auf GoFundMe ausmachen“, betont Ehrismann.
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