Klassisches Neujahrskonzert in St. Martini

Sabine Lauer (v. r.), Johanna Held, Birte Päplow und Nicolai Krügel begeistern mit ihrem Neujahrskonzert in der Brelinger St. Martini-Kirche. Foto: B. Stache

Mit Mozart und Schubert beschwingt ins neue Jahr 2015

Brelingen (st). „Mit Frische und Freude haben wir das Konzert vorbereitet“, erklärte Sabine Lauer am Samstagabend in St. Martini. Gemeinsam mit Birte Päplow (Violine), Johanna Held (Viola) und Nicolai Krügel (Klavier) gab Lauer (Violoncello) ihr erstes Neujahrskonzert in der Brelinger Kirche. Die vier Musiker gehören als Richard-Strauss-Klavierquartett zum Kern des 1992 gegründeten „Ensemble Tedesco“. Die Mitglieder dieses professionellen, flexiblen Ensembles, das in verschiedenen Besetzungen konzertiert, sind Musiker aus dem norddeutschen Raum. Sie alle sind im Niedersächsischen Staatsorchester Hannover, in der Radiophilharmonie des NDR Hannover oder freiberuflich künstlerisch und pädagogisch an Musik- und Musikhochschulen tätig. Zum Neujahrskonzert 2015, das vom Orgelbauverein für die Kirchengemeinde St. Martini Brelingen organisiert wurde, hatte das Quartett Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann ausgewählt. Die zirka 130 Konzertbesucher, die vom Vorsitzenden des Orgelbauvereins Klaus Mencke begrüßt wurden, hörten als erstes das Klavierquartett g-moll KV 478, das Mozart 1785 komponierte. Das Allegro versprühte große Leichtigkeit in der Kirche mit ihrer guten Akustik. Perfekte Einsätze zeugten von der Professionalität der vier Musiker, deren Spiel zwischen Klavier und Streichern wohl abgestimmt war. Getragen und mit einem Hauch von Schwermut das Andante. Die Gleichberechtigung der Stimmen kam hierbei besonders gut zur Geltung. Mit dem Rondo, das leichtfüßig erschien, hatte das Richard-Strauß-Klavierquartett den von Mozart komponierten fröhlichen Satz perfekt umgesetzt. Die jeweiligen Stücke wurden von Sabine Lauer erläutert. Im zweiten Konzertabschnitt gab es das von Robert Schumann 1842 komponierte Klavierquartett Es-Dur op. 47. Mit gehaltenem Tempo leitete der erste Satz „Sostenuto assai – Allegro ma non troppo“ ein. Das Stück strahlte die jugendliche Frische aus, wie sie auch von Schumanns Ehefrau Clara beschrieben wurde. Schön gespielt auch das „Scherzo. Molto vivace“ mit den gekonnten Pizzicati, den gezupften Tönen. Andante cantabile, anfangs melancholisch anmutend, entwickelte sich zu getragener Seligkeit – dank der spielfreudigen Musiker. Beim „Finale. Vivace“ versprühte das Quartett mit seinem Spiel große Leichtigkeit. Der virtuose Abschluss verlangte alles von den Musikern. „Wir sind das erste Mal hier zum Spielen in St. Martini. Begeisternd ist die hervorragende Akustik der schönen Kirche. Die zahlreichen Besucher haben unser Spiel beflügelt“, sagte Sabine Lauer nach dem Neujahrskonzert, für das die Zuhörer reichlich Applaus spendeten. Dorothea und Wilhelm Eicke aus Isernhagen waren begeistert. „Der vorletzte Satz von Schumann, Andante cantabile, hat uns ganz besonders gefallen“, erklärten beide unisono.