Kleine Feier bei Glühwein, Apfelpunsch und Keksen

Gemütlich war es in Bissendorf am Freitag, als die IBK die Weihnachtsbaumbeleuchtung einschaltete bei Punsch und Glühwein. Foto: H.H. Schröder

Seit Freitag leuchten die Lichterketten am Weihnachtsbaum in Bissendorf

Bissendorf (hhs). Bissendorf, die „heimliche Hauptstadt der Gemeinde Wedemark“, die Interessengemeinschaft Bissendorfer Kaufleute (IBK), der Weihnachtsbaum für das Jahr 2011, das alles gemeinsam wurde am Freitagabend zu einer kleinen Erfolgsgeschichte: Die IBK hatte eingeladen zu kostenlosem Glühwein, Apfelpunsch und der Jahreszeit entsprechenden Keksen aus Anlass der „Erleuchtung des Weihnachtsbaums 2011“, wie es ein fröhlich gestimmtes Mitglied einem neugierigen Passanten erklärte, warum abends gegen 18.30 Uhr so etwa 40 gut gestimmte Damen und Herren vorsichtig am Glühweinbecher nippend von einem Fuß auf den anderen traten.„Wir warten auf den Glockenschlag zur halben Stunde“, sagte er. „Dann werden wir zum ersten Mal unseren Weihnachtsbaum erleuchten“. Der leckere Duft von Glühwein und Apfelpunsch gepaart mit Koriander, Nelken und Zimt zog über den Platz. Der Passant sog die Luft durch die Nase ein, und umgehend wurde aus ihm ein Teilnehmer dieser vorweihnachtlichen kleinen Feier.
„Erleuchten“, allein das Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Der Baum steht in der gleichen Hülse, die auch seit vielen Jahren dem Bissendorfer Maibaum festen Stand verleiht. Nur, der Weihnachtsbaum ist kleiner, gute vier Meter hoch. Aber wirklich schön gewachsen ist sie, diese Tanne. Mancher Blick der Passanten legte die Vermutung nahe, sie trügen in Bezug auf den Baum schon irgendwelche Begehrlichkeiten im Herzen, sie schauten einfach so, wie man schaut, wenn man darüber nachdenkt, wo man am besten den Baum auf Zimmermaß absägt. Diese Befürchtung ist nicht von der Hand zu weisen, so gut sieht er aus. Und dann ging alles sehr schnell: Vom Glockenturm erscholl der Halb-Stunden-Schlag hernieder, schnell war der Stecker in der Steckdose, die LED's versahen den Prachtbaum mit dem Licht der kleinen Kerzen mit einem dezentem Schimmer. Bissendorfer Understatement eben, ein großer Baum mit kleinen aber dafür vielen Kerzen. Die Damen am Glühweintisch brachten Glühwein und Apfelpunsch unter die Leute, inzwischen waren aus den anfangs 40 mindestens 60 Gäste geworden, die sich den warmem Getränken nicht abgeneigt zeigten. Dann ging es wieder sehr schnell, viele bedruckte Zettel wurden verteilt, mit den Strophen einiger bekannter Weihnachtslieder darauf, zwei Damen griffen zu Gitarre und Akkordeon und schon erklang aus vielen Kehlen „Oh Tannebaum“. Das mit dem Zettel und den Strophen war in Bissendorf wie andernorts schlau, die dadurch geschaffene Textsicherheit führte zu beinahe inbrünstigem Gesang. Dann folgten noch drei weitere Weihnachtslieder, und am gesanglichen Ende waren es knapp 100 Bissendorfer, die sich Gesang, Glühwein und Apfelpunsch nicht entgehen lassen wollten. Ein paar Becher konnten die Damen davon noch an den Mann oder die Frau bringen, dann löste sich die Versammlung zur „Weihnachtsbaumerleuchtung in Bissendorf“ langsam auf. Weihnachten kann kommen, die IBK hat für die entsprechende Atmosphäre gesorgt.