Klettergerüst-Ersatz für den Kindergarten

Sind sich auch bei diesem Thema einig: Ortsbürgermeister Peter Reuter (rechts) und sein Stellvertreter Wolfgang Kasten: „Erwachsene müssen mit gutem Beispiel vorangehen und die Ampel in Abbensen benutzen“. Foto: A. Wiese

Ortsbürgermeister und Stellvertreter ziehen an einem Strang und haben Erfolg

Abbensen (awi). Ein Kindergarten ohne Klettergerüst – das geht gar nicht, waren sich Abbensens stellvertretender Ortsbürgermeister Wolfgang Kasten und die Eltern sofort einig, als sie erfuhren, dass die „Ritterburg“ auf dem Außengelände des Kindergartens Abbensen so marode ist, dass sie abgebaut werden musste. Das Geld, das die Gemeinde für Reparaturen im Haushalt eingeplant hatte, reicht aber natürlich bei weitem nicht für eine Neuanschaffung, die Investitionen von rund 12.000 Euro erforderlich macht. Kasten schloss sich mit Ortsbürgermeis-ter Peter Reuter kurz und fragte ihn, was er davon halte, möglicherweise das Bauwagenprojekt für einen Jugendtreff um ein Jahr aufzuschieben. Hierfür sind im Haushalt 25.000 Euro veranschlagt. Durch eine Umschichtung könnte das Klettergerüst aus diesem Topf finanziert werden, falls es keine anderen Möglichkeiten gibt. Reuter stimmte sofort zu und machte sich in der SPD-Ratsfraktion für diese Lösung stark. Beim Bürgermeisterfrühstück vor ein paar Wochen sprach Reuter Bürgermeister Helge Zychlinski auf die Problematik Klettergerüst für den Kindergarten Abbensen an. Und der Bürgermeister habe versprochen, sich für eine schnellstmögliche Ersatzbeschaffung stark zu machen, verkündeten Reuter und Kasten am Donnerstagmorgen erfreut bei einem Pressegespräch. Sobald der Haushalt durch die Region genehmigt und freigegeben ist, werde er sehen, ob die Mittel für die Ersatzbeschaffung noch woanders herausgenommen werden könnten und wenn dies nicht möglich sei, käme die Kompromisslösung mit der Verschiebung des Bauwagenprojekts zum Tragen. „Bei uns geht es um die Sache, nicht um ein Politikum“, erklärten beide unisono und verkündeten auch an anderer Stelle einen Schulterschluss: „Erwachsene sollten bei der Ampel in Abbensen mit gutem Beispiel vorangehen und die Fußgängerampel auch nutzen, um die Straße zu queren. Es dauert maximal eine Minute bis Rot ist“, so Kasten und Reuter. Beide beobachten immer wieder, dass auch Eltern mit Kindern einfach mal so über die Alte Zollstraße huschen. Und sie bitten um Vorbildfunktion!