Klezmer-Konzert mit „Schalom“

Musiker aus Hannover treten morgen in St. Martini auf

Brelingen. Am Sonntag, 29. April, um 17 Uhr findet in der St. Martini Kirche ein Konzert mit der Klezmer-Gruppe „Schalom“ aus Hannover statt. Fünf Musiker, die ihre ursprüngliche Heimat in der Ukraine, Russland, Rumänien und Deutschland haben, fanden sich zu dieser multireligiösen Gruppe zusammen: Drei Juden und zwei Christen. Trotz ihrer unterschiedlichen kulturellen und religiösen Herkunft gibt es mindestens eins, das sie alle vereint: die Liebe zur Klezmermusik. Diese Musik-richtung hat ihren bis ins Mittelalter reichenden Ursprung im osteuropäischen Raum und wurde von jüdischen Musikern auf Festen, besonders auf Hochzeiten, dargeboten. Der Einfluss rumänischer, russischer, ukrainischer, bulgarischer, griechischer, türkischer und ungarischer Musik macht die Klezmermusik so vielfältig. Es ist eine Musik, die zu Herzen geht, weil sie mit eingängigen Melodien nicht nur fröhlich und temperamentvoll ist, sondern auch den Ernst des Lebens hörbar macht. Naum Nusbaum, in der Ukraine war er Orchesterdirigent, leitet dieses Ensemble und sorgt am Piano für den richtigen Groove. Wenn die Geigerin Natalia Reznikowa den Csárdás spielt, kann es vorkommen, dass es das Publikum von den Sitzen reißt. Die Klarinette, ohne deren typisches Jubeln, Jauchzen und Klagen die Klezmermusik nicht vorstellbar ist, wird von Andrej Sitnov meis-terhaft gespielt. Der Rumäne Julian Mardare macht am Bass die Musik zu einer runden Sache, und für eine Prise Würze sorgt Regina Pingel mit ihren Rhythmusinstrumenten. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird eine Kollekte erbeten.