Klimastreikgruppe unterwegs zur Demo

Zahlreiche Schüler der Jahrgänge zehn bis zwölf des Gymnasiums und der IGS versammelten sich gestern am Roye-Platz, um gemeinsam zur Demons-tration Fridays for Future nach Hannover zu fahren. Foto: A. Wiese

Fridays-for-Future-Bewegung hat auch Gymnasium und IGS erfasst

Mellendorf (awi). „Wir setzen uns ein!“ Das betonen die Schüler des Gymnasiums Mellendorf und der IGS Wedemark. Sie haben eine eigenorganisierte Fridays-for-Future- Gruppe gegründet. Als geschlossene Gruppe sind sie gestern bei der Klimademo in Hannover dabeigewesen, um ein Zeichen gegen die Klimapolitik zu setzen.
„Wir haben uns gemeinsam um 11.30 Uhr am Royeplatz getroffen und dafür unter anderem Schilder bemalt und Plakate gebastelt fürdie Demo“, so Helen Wende, Jahrgangssprecherin des zwölften Jahrgangs des Gymnasiums. Auch am Schulgebäude macht ein Plakat auf die Aktion und die neugegründete Gruppe aufmerksam. Unter anderem haben einige Schüler des zehnten, elften und zwölften Jahrgangs in der vergangenen Woche Muffins und Waffeln in der Schule verkauft. Gesponsert wurden die Zutaten von REWE und den Erlös von rund 400 Euro spenden die Schüler an eine Organisation, die sich für den Schutz und das Erhalten des Regenwalds einsetzt. „Wir bedauern es, dass unser Schulleiter keine Freistellung für Fridays for Future ausstellt, denn wir möchten nicht heimlich streiken, jeder kann wissen, dass wir hierfür auch mal zwei Stunden ausfallen lassen und das aus gutem Grund“, so Jahrgangssprecherin Helen Wende.
Auf Nachfrage des ECHO erklärte der neue Schulleiter des Gymnasiums Mellendorf, Udo Gremke, dass er rechtlich keinen Spielraum für eine Freistellung der Schüler für Fridays for Future habe, sondern es überregional eindeutige Anweisungen der Landesschulbehörde gebe, an die er sich halten müsse. Persönlich könne er das Anliegen der Schüler gut nachvollziehen, doch verstehe er nicht, warum die Demo nicht zeitlich eineinhalb Stunden später angesetzt werde, um allen Schülern problemlos die Teilnahme zu ermöglichen. „Freitags ist doch an keiner Schule in der Regel länger als bis 13 Uhr Unterricht. Danach könnten alle, die Lust haben, zur Demo gehen“, regt Gremke einen späteren Demons-trationsbeginn an.