Koch mahnt Dienstbeteiligung an

Ortsbrandmeister Friedrich Koch (r.) händigte Stefan Brabeck (v. l.), Rico Lautenschläger, Ricarda Plinke, Hendrik Plinke und Christoph Henneicke ihre Beförderungsurkunden aus. Foto: A. Wiese

Ortsbrandmeister muss sich im Ernstfall auf seine 24 Aktiven verlassen können

Rodenbostel (awi). Der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Duden-Rodenbostel-Ibsingen, Friedrich Koch, hat die Jahreshauptversammlung der Wehr am Freitag genutzt, um seine aktiven Kameraden zu einer regelmäßigeren Dienstbeteiligung aufzufordern. „Unsere 24 aktiven Mitglieder haben im Schnitt 2011 58 Dienststunden geleistet. Einige sehr viel mehr, andere fast gar keine. Ich wünsche mir, dass sich das ändert, damit ich alle Kameraden voll einsetzen kann“, betonte Koch und erklärte rigoros: „Sonst ist bei einem Einsatz für denjenigen, der nie beim Dienst dabei ist, aber spätestens am Verteiler Feierabend.“ Das müsse schon aus versicherungsrechtlichen Gründen so gehandhabt werden, denn die Versicherung frage im Falle eines Unfalls als erstes nach dem Dienstbuch. Insgesamt kam die kleine, aber schlagkräftige Feuerwehr der Bosteldörfer auf 1.390 Dienststunde, die Jugendwehr auf 979 Stunden, zusammen 2.369 Stunden.
Die Feuerwehrleute löschten im vergangenen Jahr brennende Rundballen auf einem Acker, räumten einen Ast von der Straße, säuberten einen Schrank, in den ätzender Salmiakgeist gelaufen war, rückten mehrfach aus, ohne dann zum Einsatz zu kommen, weil sich beispielsweise der vermeintliche Treckerbrand als technischer Defekt und der verdächtige Feuerschein als Gasabfackeln auf dem Truppenübungsplatz entpuppten. Den schwersten Einsatz hatte die Wehr am 29. November zu bewältigen, als bei einem Autounfall bei Ibsingen der junge Autofahrer eingeklemmt wurde und kurz nach seiner Bergung aus dem Autowrack noch am Unfallort verstarb (das ECHO berichtete). Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Klaus Wilhelms wies die Kameraden aus Duden-Rodenbostel und Ibsingen in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich auf die Möglichkeit hin, die Unterstützung der Notfallseelsorge in Anspruch zu nehmen. Oftmals mache sich die schwere seelische Belastung durch einen solchen Einsatz erst im Nachhinein bemerkbar. Grußworte entboten der Feuerwehr auch Ortsbürgermeister Peter Reuter und die erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf. Sie bedankten sich bei den Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft, im Ernstfall und auch für die Dorfgemeinschaft. Befördert wurde Jugendwart Henning Stöver zum Oberlöschmeister sowie Rico Lautenschläger zum Oberfeuerwehrmann und Stefan Brabeck, Christoph Henneicke, Ricarda Plinke und Hendrik Plinke zu Feuerwehrmännern. Jugendwart Stöver berichtete, dass seine sechs Mitglieder jetzt viel zusammen mit der Oegenbosteler Jugendwehr unternähmen, sowohl im Freizeit-, als auch im Wettkampfbereich.