Konkrete Kreuzungsplanung vorgestellt

Helge Zychlinski (von links), Erik van der Vorm, Friedhelm Fischer und Jannik Minke präsentieren den Plan zum Ausbau der Ampelkreuzung in Schlage-Ickhorst. Foto: B. Stache
 
Der Plan zum Ausbau der Ampelkreuzung in Schlage-Ickhorst sieht an der L 190 jeweils eine Linksabbiegerspur für den aus Norden und Süden kommenden Verkehr vor. Dazu ist der zusätzliche Bau eines dritten Fahrstreifens für die Landesstraße im Kreuzungsbereich erforderlich. Foto: B. Stache

Startschuss für den Ausbau der Schlage-Ickhorst-Kreuzung Mitte 2020?

Schlage-Ickhorst (st). „Mitte 2020 könnten wir den Startschuss geben – wenn alles gut läuft.“ Diese Aussage zum geplanten Ausbau der Ampelkreuzung im Zuge der Landesstraße 190 auf Höhe des Gasthauses „Zum Alten Zöllnerhaus“ in Schlage-Ickhorst traf Friedhelm Fischer am Donnerstag. Der Leiter Geschäftsbereich Hannover der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte sich zu einem erneuten Ortstermin mit Bürgermeister Helge Zychlinski, FDP-Ratsherr Erik van der Vorm und Jannik Minke, zukünftiger Leiter Team Tiefbau in der Verwaltung der Wedemark, an der Kreuzung getroffen. Seit Langem schon setzen sich Zychlinski und van der Vorm für den Ausbau der Kreuzung L 190/K 101 von Bissendorf kommend ein. Dort bilden sich zu Stoßzeiten immer wieder lange Staus, derzeit vor allem auch wegen des zusätzlichen Umleitungsverkehrs von der Bundesautobahn 7, deren Sanierung auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird. Der Wedemärker Bürgermeister hatte jüngst für eine einjährige Pause bei den Arbeiten an der BAB 7 plädiert – ohne Erfolg. Beim Ortstermin in Schlage-Ickhorst konnte Helge Zychlinski einen Plan zur Umgestaltung der Kreuzung vorstellen. Dieser sieht an der L 190 jeweils eine Linksabbiegerspur für den aus Norden und Süden kommenden Verkehr vor. Dazu ist der zusätzliche Bau eines dritten Fahrstreifens für die Landesstraße im Kreuzungsbereich erforderlich. Der Radweg wird wie bisher auf der Ostseite verlaufen. „Die Lichtsignalanlage muss erneuert werden“, erklärte Friedhelm Fischer. Für die Realisierung dieses Plans müssen noch zirka 1500 Quadratmeter Fläche von acht Grundstückseigentümern gekauft werden. Neben den von den Kreuzungsbaumaßnahmen betroffenen Grundstückseigentümern sind auch Naturschutzbehörde, Untere Wasserbehörde, sowie Versorgungsträger (Strom/Wasser/Abwasser) zu beteiligen. Auch Bodendenkmale, soweit vorhanden, seien zu berücksichtigen. Die geplanten Baumaßnahmen sind in einem öffentlich-rechtlichen Verfahren allen Betroffenen zugänglich zu machen. „Dieses Verfahren liegt bei der Region Hannover“, so Fischer. Wenn dieser Plan, gegebenenfalls modifiziert, Zustimmung findet, sei eine Plangenehmigung oder ein Planfeststellungsverfahren einzuleiten, erklärte der Geschäftsbereichsleiter der Niedersächsischen Landesbehörde, der die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wedemark lobte. Die Gemeinde wird in Bälde Bodenuntersuchungen für den Kreuzungsbereich beauftragen, um die Zeit zu nutzen, gab Jannik Minke bekannt. Ratsherr Erik van der Vorm nutzte das Treffen in Schlage-Ickhorst, dem sicher noch weitere folgen werden, um Friedhelm Fischer und Helge Zychlinski seinen Dank auszusprechen. Ihrem Engagement sei es zu verdanken, dass es jetzt vorangehe. Eine anfangs ebenfalls in Betracht gezogene Kreisel-Lösung wurde mittlerweile verworfen. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens hätte ein Kreisel zweispurig gebaut werden müssen und damit zu viel Fläche in Anspruch genommen. Solange der BAB 7 Ausbau andauert, werde es keine großen Baumaßnahmen an der L 190 geben, erklärten Fischer und Zychlinski unisono. Damit sei mit einem Baubeginn an der Kreuzung in Schlage-Ickhorst nicht vor dem Jahr 2020 zu rechnen.