Konzertwochenende am 13./14. Oktober

Frank Beushausen freut sich über den 60. Geburtstag seiner Musikschule und auf die Jubiläumskonzerte am nächsten Wochenende. Foto: A. Wiese

Die Chronologie der Musikschule Beushausen reicht zurück bis ins Jahr 1952

Wedemark (awi). 60 Jahre ist ein runder Geburtstag, der gerne im größeren Stil gefeiert wird. So auch bei der privaten Musikschule Beushausen, die in diesem Jahr auf sechs erfolgreiche Jahrzehnte Musikunterricht und zahlreiche Schüler zurückblicken kann. Gefeiert wird am nächsten Wochenende, am 13. und 14. Oktober, mit vier Konzerten im Unterrichtsgebäude am Hellendorfer Weg 20. Am Sonnabend, 13. Oktober, beginnen die Konzerte mit dem Schwerpunkt Klavier, Blockflöte und Konzertgitarre um 14 und 17 Uhr. Das Konzert am Sonntag, 14. Oktober, um 14 Uhr hat den Schwerpunkt Klavier und Schlagzeug, das um 17 Uhr stellt vor allem die Bandarbeit vor. So treten beispielsweise „Corazon, Teile von Lichtjahr, eine swingende Akkordeonband, The Freaky Bottles und eine Lehrerband aus Schwarmstedt auf. Jedes der Konzerte dauert etwa eine Stunde, das Bandkonzert ungefähr eine halbe Stunde länger. Nach dem letzten Konzert laden Frank Beushausen und seine Frau die Gäste zu einem Sektempfang ein, zwischen den einzelnen Konzerten gibt es Kaffee und Kuchen.
Seine Mutter Ruth Beushausen (siehe kleines Foto im Kopf) hat die private Musikschule 1952 gegründet. Die promovierte Pianis-tin rief die Institution nach ihrem Abschlusskonzert im Amerikahaus ins Leben. Seit 1968 leitete sie die „Swingende Akkordeonband“, begann 1969 musikalische Früherziehungskurse zu geben und schrieb eigene Unterrichtswerke für Kinder, die im Vorschulalter Klavier lernen wollen – Bücher, die bis nach Namibia verbreitet sind. Bereits in den 60er Jahren war Ruth Beushausen damals eine der wenigen, die sich Inklusion auf die Fahnen geschrieben hatte. Auch Frank Beushausen hat sich durch intensive Ensemble- und Bandarbeit dieser Aufgabe gewidmet. Ziel der Musikschule Beushausen sei es nach wie vor, erklärt er, Schüler zu hervorragenden Musikern auszubilden, ihnen hilfreich zur Seite zu stehen, um die Aufnahmeprüfung an den Musikhochschulen zu ermöglichen, vor allem aber „Freude am Musizieren zu vermitteln“. „Klassische Musik ist ein wertvolles Gut“, so Frank Beushausen ernst, „das weitergereicht werden muss.“ Wichtig sei ihm und seiner Familie, auch zeitgenössische und moderne Musik zu lehren, und auch das Spielen in Bands und anderen Konstellationen zu ermöglichen. Frank Beushausen hat nicht nur der eigenen Musikschule, sondern auch anderen Institutionen wie dem imago Kunstverein, der evangelischen Kirchengemeinde Mellendorf oder verschiedenen Seniorenheimen beratend zur Seite gestanden. Frank Beushausen begann seine Tätigkeit in der Musikschule seiner Mutter im Jahr 1974. Er selbst hatte im Alter von vier Jahren seinen ersten Klavierunterricht erhalten, mit 17 gab er bereits selbst Unterricht und ließ sich von seinen begeisterten jungen Schülern überzeugen, auch beruflich in diese Richtung zu gehen und seine ursprünglichen Pläne, eine Maurerlehre zu absolvieren und Architektur zu studieren, an den Nagel zu hängen. Die Zweigstelle in der Wedemark eröffnete er 1979. Ausschlaggebend dafür war ein kalter Winter gewesen, in dem er seinen Schülern aus der Wedemark den Weg nach Hannover nicht hatte zumuten wollen. Heute beschäftigt die private Musikschule Beushausen fünf Lehrer, die die Schüler zu Hause oder auch in Kindergärten oder den Unterrichtsräumen der Musikschule am Hellendorfer Weg 20 in Brelingen unterrichten. Kathrin Henze-Beushausen erweiterte die Zweigstelle in der Wedemark im Jahr 2006 durch musikalische Früherziehungskurse und Flötenunterricht. Unterrichtet wird außerdem in Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Akkordeon, Schlagwerk und Musiktheorie. Vor allem sind aber auch viele Bands aus seinem Unterricht hervorgegangen, freut sich Frank Beushausen. Und acht seiner Schüler sind später auf dem Gebiet der Musik tätig geblieben. Das sei eine schöne Bestätigung, meint Beushausen.