Kreuzungsumbau kommt 2023

Schauen sich gemeinsam die Pläne für den Kreuzungsumbau in Schlage-Ickhorst an, der den Verkehrsfluss deutlich voranbringen soll: FDP-Ratsherr Erik van der Vorm (links) und Bürgermeister Helge Zychlinski. Foto: A. Wiese

Van der Vorm dankt Gemeinde für Vorleistung bei der Planung

Schlage-Ickhorst (awi). Es ist das politische Dauerbrenner-Thema und Lieblingssteckenpferd des FDP-Ratsherr Erik van der Vorm seit Jahren: die Kreuzung der L 190 in Schlage-Ickhorst mit der K 101. Jetzt gibt es tatsächlich konkrete Pläne – aber nur, weil die Gemeinde auf Bitten der Landesstraßenbaubehörde in Vorleistung gegangen und die Planung angeschoben, die Kosten vorgestreckt hat.Die Gemeinde hat ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt. Ziel war, den an dieser Stelle sehr stockenden Verkehrsfluss fließend zu machen. Das ist möglich durch eine zusätzliche Rechtsabbiegerspur aus Richtung Langenhagen und eine zusätzliche Linksabbiegerspur aus Richtung Mellendorf. Auf der einen Seite gehört das benötigte Land der Gemeinde, auf der anderen sind die Verhandlungen mit dem Eigentümer schon im Gange. „Die Vorbereitungen durch die Gemeinde sind topp, jetzt ist das Land am Zug, um im Sommer nächsten Jahres das Planfeststellungsverfahren durchzuziehen, damit Baustart spätestens 2023 sein soll.“ Allerdings sind sich alle Beteiligten einig, dass die lange geplante und längst überfällige Sanierung der L 190 mit dem Kreuzungsumbau Hand in Hand gehen muss.Denn in der Umbauphase und auch während der Sanierung wird der Verkehr ja noch einmal kräftig belastet beziehungsweise ausgebremst und umgeleitet.
Wie das genau vonstatten gehen soll, dazu können FDP-Ratsherr und Bürgermeister, die am Donnerstag stolz die Umbaupläne präsentierten, nichts sagen. Auch was die Kostenschätzung betrifft, halten sie sich bedeckt. „Nicht unsere Baustelle“, sagen beide, rechnen aber damit, dass eine Million für den Kreuzungsumbau nicht ausreichen wird. Für sie ist entscheidend, dass es jetzt eine greifbare Vorplanung gibt und ein Fachbüro die Abstimmugnsprozesse insbesondere mit der Naturschutzbehörde vorbereitet hat. Wichtig sei, dass auch die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger erheblich verbessert werde, den in der Einfahrt zur K 101 wird es Querungshilfen geben. „Und beim Abbiegen konnte bisher die Kurve extrem geschnitten werden beim Linksabbiegen. Das geht dann nicht mehr“, betont van der Vorm. Und auch beim Ausfahren aus der K101 sei man gezwungen, ordentlich auszuholen. Mit dem Umbau kommt dann auch eine komplett neue Lichtsignalanlage mit Bedarfssteuerung und intelligenter Schaltung, Die Fußgängerampel kann dann auf Druck aktiviert werden.
Dass die Gemeinde die Vorplanung für das Land beauftragen musste, hänge mit der schlechten personellen Ausstattung des Landes zusammen, erläuterte Bürgermeister Helge Zychlinski. Dies sei auch der Grund für die Verzögerung der Sanierung der L 190. Dass die Radwege nicht saniert würden, sei hingegen eher ein finanzielles Problem des Landes. Âuch wenn es bis zur baulichen Umsetzung immer noch dauert, jetzt haben wir wenigstens einen Hoffnungsschimmer am Horizont“, so van der Vorm: „Die Wedemark ist eine Pendlergemeinde. Der Verkehr muss vernünftig rein und vernünftig rauskommen. Das kostet alles Lebenszeit!“