KSB finanziert Kindern Schwimmkurs

Keine Frage: Den Kindern hat der Schwimmunterricht bei Maggi Anders (links) großen Spaß gemacht und sie hatte die quirligen Kleinen gut im Griff.

Stolz präsentieren einige ihr „Seepferdchen“, andere schaffen es beim nächsten Mal

Mellendorf (awi). Bereits im vergangenen Jahr hat der Kinderschutzbund Kindern aus seiner Hausaufgabenbetreuung und ihren Geschwistern im Sommer den Schwimmkurs finanziert. Großzügige Spenden machten es in diesem Jahr möglich, sogar zwei Gruppen den Kurs zu bezahlen. Dabei waren auch einige Wiederholer aus dem letzten Jahr, die ihr Seepferdchen jetzt im zweiten Anlauf in Angriff nahmen. Zwischen sechs und 13 Jahre alt sind die Kinder. Leider sei es heute für ein Kind im Grundschulalter nicht mehr selbstverständlich Schwimmen zu lernen, bedauert Eva Krohm vom Kinderschutzbund, die zwei Wochen lang jeden Vormittag im Spaßbad verbrachte und Schwimmlehrerin Maggi Anders beim Unterricht unterstützte. In der Schule gibt es keinen Schwimmunter-
richt mehr und nicht alle Eltern stehen dahinter, dass ihre Kinder schwimmen lernen beziehungsweise können ihnen einen Kurs bezahlen. Manchmal müssen Eva Krohm und ihre Kolleginnen dafür Überzeugungsarbeit bei den Eltern leisten, aber es funktioniert, denn selbstverständlich haben die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes auch für die Bedenken und Gepflogenheiten der Eltern Verständnis. So organisierten sie beispielsweise für ein muslimisches Mädchen eine enganliegende Turnhose und einen Sportanzug, in dem sie schwimmen kann, denn bei den Muslimen müssen Schultern und Beine bedeckt sein. Auch in dieser Woche sind im Schwimmkurs im Spaßbad noch einmal zusätzlich sieben Kinder aus Flüchtlingsfamilien dabei, die in den Schwimmkurs integriert werden und deren Kurskosten der Kinderschutzbund übernimmt, so dass in diesem Jahr mehr als 20 Kinder auf diese Weise schwimmen gelernt haben. „Hätten wir nicht von den Lions und aus anderen Quellen so großzügige Spenden erhalten, wäre das nicht möglich gewesen“, betont Eva Krohm, denn der Kurs kostet pro Kind immerhin 100 Euro. Bei Schwimmlehrerin Maggi Anders, einer ehemaligen Sportlehrerin waren die lebhaften Kinder, die viel Spaß an dieser Ferienaktivität hatten, in den besten Händen. Und damit sie auch nach Abschluss des Kurses noch ein bisschen üben können, haben alle Kursteilnehmer, die vom Kinderschutzbund gesponsert wurden, zusätzlich noch eine Zehnerkarte fürs Spaßbad erhalten. Für viele, die vorher das Baden und den Aufenthalt im Wasser noch gar nicht kannten, war das ein echtes Sommerhighlight.