Kultusministerin empfindet Hochachtung

Wo ehrenamtlich Engagierte und politische Strippenzieher auf begeisterte Familien treffen, ist für glückliche Gesichter gesorgt. Am vergangenen Sonnabend im Spaßbad stand das nicht nur diesen vier Jugendlichen, die sich über freien Eintritt und eine Menge Mitmachaktionen freuten, ins Gesicht geschrieben. Foto: S. Birkner

Aktionstag des Bündnisses für Familie im Spaßbad erntet Lob von allen Seiten

Mellendorf (sb). Das Bündnis für Familie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Lebens- und Freizeitbedingungen möglichst vieler Wedemärker zu verbessern. Nicht selten sind derartige Formulierungen sprachlich schön ausgeschmückte, aber in der Realität eher inhaltsleere Phrasen. Der vergangene Sonnabend aber war ein Tag, der den Erfolg des Wedemärker Bündnisses in seinem ganzen Facettenreichtum unter Beweis stellte.
Hunderte Familien kamen bei freiem Eintritt ins Mellendorfer Spaßbad und wurden so Teil eines bunten Aktionstags, der den Erfolg der Ehrenamtlichen allen ersichtlich werden ließ. Initiativen und Projekte wie das Soziale Kaufhaus oder die Lernpaten stellten sich vor, Spiele für die ganze Familie luden zum Mitmachen ein. Kreativ verkleidete Walking Acts bespaßten die Besucher, Theatervorführungen einer generationsübergreifenden Gruppierung und Modenschauen untermauerten den kulturellen Anspruch des Bündnisses. Kinder, Eltern und Senioren hatten Spaß beim Planschen und Schwimmen oder bräunten sich in der Sonne, sofern sie nicht gerade musikalischen Darbietungen wie von der Musikschul-Big-Band lauschten.
Am Rande des Sommerspaßes, der übrigens von Anfang bis Ende von strahlendem Sonnenschein begleitet war, erläuterten Politiker und Offizielle die gesellschaftlichen Hintergründe der Initiative. Als Schirmherr brachte Gemeindebürgermeister Tjark Bartels seine Wertschätzung für Regina Niehoff zum Ausdruck. Die Gleichstellungsbeauftragte habe das Bündnis, das ganz nebenbei übrigens seinen fünften Geburtstag feierte, „damals unbedingt haben wollen“, meinte Bartels. Das ehrenamtliche Engagement Niehoffs mache, gepaart mit „viel Leidenschaft und Hingabe“, Gruppierungen wie das Bündnis für Familie überhaupt erst möglich. Der Bürgermeister dankte den vielen „kontinuierlichen Akteuren“, zu denen neben Privatpersonen wie Eike und Georg Bänsch gleichermaßen unterstützende Wedemärker Unternehmen zählten. So bezeichnete er die Etablierung des Sozialen Kaufhauses als „unglaubliche Leistung“.
Die Wertschätzung für das Bündnis war am Sonnabend über die politischen Grenzen hinweg erkennbar. Caren Marks, die im Bundestag als familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion agiert, drückte dem Bündnis genau wie die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg ihre Bewunderung aus. Ein weiterer Beleg für den Stellenwert des Bündnisses und der Jubiläumsveranstaltung war die Anwesenheit von Johanna Wanka. Die Landes-
ministerin für Kultur und Wissenschaft ließ es sich nicht nehmen, den Ehrenamtlichen persönlichen ihren Dank auszusprechen. Sie betonte die Lebendigkeit und Produktivität des Bündnisses, das zwar in vielen Kommunen vergleichbar exisitiere, dort allerdings nur auf dem Papier bestehe. Sie habe „große Hochachtung vor der Vielfalt“ der Bündnisarbeit und schloss ihre Rede mit einem speziellen Hinweis in Richtung aller engagierten Wedemärker: Ehrenamtliche, das habe eine Studie ergeben, führten ein längeres Leben.