„Kuyamba“-Verein weiterhin sehr aktiv

Kinder aller Altersstufen nehmen an einem Nachhilfeprogramm teil.

Umfassendes Nachhilfeprogramm organisiert

Langenhagen. Bereits im Februar berichtete das Echo über die Projekte, die durch den Verein „Kuyamba-Kinderhilfe Uganda e.V.“ koordiniert werden. Hervorgegeangen ist der Verein aus einem Projekt am Gymnasium Langenhagen. Da die meistn Patenfamilien und Gründungsmitglieder aus Langenhagen stammen, wurde zwischenzeitlich auch der Vereinssitz dorthin verlegt und damit die Langenhagener Vereinslandschaft um eine gemeinnützige internationale Kinderhilfsorganisation bereichert.
Ziel des Vereins ist es, besonders bedürftigen Kindern in Nkuringo, einer ärmlichen Bergregion im Südwesten Ugandas, eine Schulbildung zu ermöglichen. Viele dieser Kinder leben in extremen Lebenssituationen. Oft haben sie einen oder beide Elternteile verloren oder können es sich aufgrund der extremen Armut der Familien einfach nicht leisten, zur Schule zu gehen. Stattdessen müssen sie harte Arbeit auf den umliegenden Feldern verrichten ohne jede Aussicht, dem Teufelskreis der Armut zu entkommen.
Nach dem Erscheinen des Artikels im ECHO sind 300 Euro Geldspenden eingegangen und der Verein konnte für ein weiteres Kind eine Familie aus Langenhagen finden, die ihm mit einer monatlichen Zahlung von 22,50 Euro ermöglicht, zur Schule zu gehen und mit allem Lebensnotwendigen versorgt zu werden.
Durch diese sowie weitere Spenden an den Verein konnten inzwischen auch neue Projekte finanziert werden, wie zum Beispiel ein Workshop für jugendliche Schülerinnen zu den für ugandische Mädchen besonders wichtigen Themen Hygiene, Menstruation, sexuelle Selbstbestimmung, Verhütung und Aids. Durch eine weitere sehr großzügige Spende eines Vereinsmitglieds konnte mittlerweile ein Grundstück erworben werden, um die Vision einer eigenen, ortsnahen Schule zu verwirklichen.
Auch die Selbstversorgung und Verbesserung der bisher Maismehl dominierten einseitigen Ernährung konnte durch die Anschaffung von Hühnern zur Eierproduktion, Anschaffung eines Wassertanks  zur Bewässerung der Felder und den Anbau von Kartoffeln auf eigenem Land umgesetzt werden.
Die Corona-Pandemie hat natürlich auch die Lage der Kinder in Uganda stark beeinträchtigt. Die finanziell ohnehin schon schwierige Situation wurde durch den Wegfall des Tourismus als Haupteinnahme-Quelle sowie noch immer andauernden Aus- und Arbeitsbeschränkungen weiter verschärft. Am meisten leiden die Kinder jedoch unter den Schulschließungen, die aktuell aufgrund stark steigender Coronazahlen wieder flächendeckend durchgeführt werden. Normalerweise werden die Kinder an den Schulen mit ausreichend Essen und anderen wichtigen Dingen wie Hygieneartikeln versorgt, was ihnen nun fehlt.
Um die Kinder auch ohne Schulbetrieb weiter unterrichten und mit dem Notwendigsten ausstatten zu können, haben die Kuyamba-Mitglieder zusammen mit ihrer Partnerorganisation vor Ort ein umfassendes Nachhilfeprogramm organisiert. Diese sogenannten „Tutorials“ sind nun seit einigen Monaten von ausgebildeten Lehrerinnen für
Kinder aller Altersstufen unter Einhaltung der örtlichen Corona-Schutzmaßnahmen durchgeführt worden, mit großem Erfolg: Alle Kinder konnten sich trotz monatelanger Schulschließungen für die nächste Klassenstufe qualifizieren.
Da die Schulen auf einen Beschluss von Ugandas Präsident Museveni hin erst wieder geöffnet werden sollen, wenn alle Lehrkräfte vollständig geimpft sind (ein Ziel, das nach derzeitigem Stand in weiter Ferne liegt), möchte der Verein die Nachhilfe-Tutorials unbedingt fortführen, um die unbestimmte Zeit bis zum Schulbeginn zu überbrücken. Daher sind Spenden jederzeit willkommen, um möglichst vielen Kindern von Anfang an die Grundlage für gute Bildung zu sichern. Jeder Euro hilft dabei, die Kinder so früh wie möglich erfolgreich zu fördern, was für sie nicht weniger als eine echte – und für viele die einzige – Chance auf ein Leben ohne Armut bedeutet.
Wenn auch Sie dem Verein eine Spende zukommen lassen wollen, können Sie dies per Überweisung tun an: Kuyamba – Kinderhilfe Uganda e.V. Bank für Sozialwirtschaft; IBAN: DE34 2512 0510 0001 6270 01 / BIC: BFSWDE33HAN. Alle Fragen zum Thema Spenden können per Mail an Spenden@kuyamba.de geschickt werden. Sofern die Adresse vorliegt, erhält jeder Spender am Ende des Jahres eine Spendenbescheinigung. Fragen zu den Projekten oder den Verein beantworten die Kuyamba-Mitglieder gerne unter info@kuyamba.de.
Ein weiterer Grund zur Unterstützung des Projekts: sämtliche Gelder werden speziell für die Bedürfnisse der Kinder ohne Abzüge direkt verwendet. Zudem arbeiten die Partner, hier und vor Ort, ausschließlich ehrenamtlich.
Über alle laufenden und kommenden Projekte sowie Neuigkeiten aus Uganda berichtet der Verein im Internet auf www.kuyamba.de, auf Facebook unter „Kuyamba Kinderhilfe Uganda“ sowie auf Instagram (kuyambakinderhilfe).