Lämmersegen im Elzer Schafstall

Vorösterlicher Lämmersegen bei Uwe und Margret Brötz auf der Wiese am alten Schafstall an der Wasserwerkstraße in Elze: Zehn Jungtiere wurden bei den Schwarzkopf-Schafen innerhalb einer Woche geboren. Foto: A. Wiese

Margret und Uwe Brötz freuen sich über zehn Lämmer in einer Woche

Elze (awi). Reichlichen Lämmersegen melden Margret und Uwe Brötz, Hobbyzüchter aus Elze, die traditionell seit vielen Jahren zu Ostern ihren Nachwuchs im Echo vorstellen: Zehn kleine Schwarzkopf-Schafe bevölkern die Wiese an der Wasserwerkstraße in Elze, gleich hinter dem alten Schlauchturm. Am 25. März gab es gleich drei Mal Zwillinge, am 17. März bereits Drillinge und schließlich, um die zehn voll zu machen noch einen Einling. Gesundheitlich sind alle fünf Mütter wohlauf, allerdings will die eine Zwillingsmutter, eine Erstgebärende, ihren Nachwuchs nicht trinken lassen. Für Margret Brötz bedeutet das, dass sie jetzt die nächsten fünf Wochen rund um die Uhr beschäftigt ist, um die hungrigen kleinen Schäfchen mit Schafersatzmilch zu füttern. Und auch dem Kleinsten der Drillinge gibt sie zusätzlich die Flasche. Die erste Ration für die Flaschenkinder ist morgens zwischen 6 und 7 Uhr, die letzte um Mitternacht fällig. Damit die Lämmer wenigstens die für die Antikörper wichtige Biestmilch erhalten, hatten die Schafzüchter die widerspenstige Mutter am ersten Tag angebunden und festgehalten. „Aber es war ein Ringkampf, das hat keinen Zweck, wir mussten aufpassen, dass die Mutter ihre Kinder bei Wegstoßen nicht verletzt“, berichtet Uwe Brötz. Für die Erstgebärende bedeutet das allerdings, dass dies mit ihr der erste und letzte Zuchtversuch war und sie im Herbst geschlachtet wird, wie voraussichtlich auch alle der jetzt liebevoll aufgezogenen Lämmer. „Das ist nun mal so bei Fleischschafen, wir können ja nicht alle behalten, und die Liste der Vorbestellungen für das Lammfleisch ist bereits lang“, sagt Uwe Brötz, der die Schafe selbst die wenigen Meter zu Schlachter Carsten Dettmers fährt und beim Schlachten auch dabei ist. „Dafür haben sie ein halbes Jahr ein wirklich gutes und glückliches Leben“, führt er an und betont: „Wenn wir die Schafe nicht hätten und damit unsere eigenen Fleischlieferanten, wären wir schon lange Vegetarier!“ Doch jetzt sind die Lämmer erst einmal klein und niedlich und daran können sich alle Elzer und natürlich auch andere Wedemärker beim Osterspaziergang erfreuen.