Lärm ist ein Problem an der Wietze

Die Autobahn ist die größte Lärmquelle in Bissendorf-Wietze: Hier muss etwas passieren, sind sich CDU-Bundestagskandidat Dr. Hendrik Hoppenstedt. die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg und Ortsbürgermeister Daniel Leide einig. Sie wollen jetzt Kontakt mit Land und Bund aufnehmen. Foto: A. Wiese

CDU-Bundestagskandidat, Landtagsabgeordnete und Ortsbürgermeister setzen sich ein

Bissendorf-Wietze (awi). Unstrittig ist: Bissendorf-Wietze hat ein Lärmproblem: Westlich verläuft die A 352, östlich die A 7, ein bisschen Lärm kommt von oben und die Burgwedeler Straße ist auch stark befahren. Ganz ist auch die Y-Trasse noch nicht vom Tisch. Die Einwohner könnten nachts ihre Fenster nicht öffnen, im Winter sei die Lärmbelastung noch deutlich höher als im Sommer, berichtet Claudia Wendt aus dem Igelweg. Sie hatte sich wiederholt an Ortsbürgermeister Daniel Leide und die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg gewandt, die luden den CDU-Bundestagskandidaten Dr. Hendrik Hoppenstedt aus Burgwedel am Mittwochnachmittag zum Ortstermin nach Bissendorf-Wietze ein. Alle waren sich einig: Eine rasche Patentlösung, die alle Probleme löst, gibt es nicht. Zum Bau einer Lärmschutzwand an der Autobahn wäre der Bund nur im Zuge von Aus- und Umbaumaßnahmen verpflichtet. Schneller und kostengünstiger umzusetzen wäre ein Tempolimit beziehungsweise Flüsterasphalt. Wichtig wären aktuelle Messergebnisse, denn die vorliegenden, die 60 bis 65 dba tagsüber und 55 bis 60 dba nachts ausweisen, sind zwei Jahre alt und immer noch unterhalb der Grenze, ab der aktive Lärmschutzmaßnahmen gebaut werden müssen. Die Politiker wollen das Problem jetzt auf verschiedenen Ebenen angehen: Dr. Hendrik Hoppenstedt wird sich an den CDU-Verkehrsexperten auf Bundesebene, Enak Ferlemnann, wenden. Editha Lorberg wird sich an die Landesstraßenbauverwaltung wenden, die Ansprechpartner ist, obwohl es sich um eine Bundesautobahn handelt. Ein Tempolimit auf der Autobahn ist ein Aspekt, eine Geschwindigkeitsbeschränkung für den Verkehr auf der Burgwedeler Straße aus Richtung Bissendorf in den Ort hereinkommt, ein anderer. Wegen der Burgwedeler Straße steht Lorberg wegen der problematischen Situation am Ortseingang in Bissendorf ohnehin in Kontakt mit der Landesstraßenbaubehörde. „Dort war dieses Problem entgegen anderslautender Behauptungen hier vor Ort nicht bekannt. Die Behörde wartet jetzt auf einen Vorstoß der Gemeinde Wedemark. Eine bauliche Maßnahme als Querungshilfe ist nicht undenkbar“, so Lorberg. Zum Lärmschutz für Bissendorf-Wietze hat die BfW am 1. Oktober Anträge an den Gemeinderat Wedemark und den Stadtrat Burgwedel eingereicht. Auch hier geht es um ein Tempolimit von 80 km/h auf der A 352 und eine Lärmschutz-einrichtung. In seiner Funktion als Bürgermeister von Burgwedel erklärte Dr. Hendrik Hoppenstedt allerdings, dass der Rat den Antrag nicht behandeln werde, da nur im Rat vertretene Parteien antragsberechtigt seien. Das gelte auch für den Gemeinderat Wedemark, so Editha Lorberg.