Lärmbelastung neu berechnen

CDU-Bundestagskandidat Dr. Hendrik Hoppenstedt im Gespräch mit Bissendorf-Wietzes Ortsbürgermeister Daniel Leide. Foto: A. Wiese

Hoppenstedt empfiehlt Kontakt mit Landesbehörde

Wedemark (awi). „Ich würde den betroffenen Bewohnern von Bissendorf-Wietze und auch von Kleinburgwedel-Wietze dringend empfehlen, Kontakt mit der zuständigen Landesbehörde aufzunehmen, um die Lärmbelastungen individuell neu berechnen zu lassen. Wahrscheinlich tut sich was“, riet CDU-Bundestagskandidat und Burgwedels Bürgermeis-ter Dr. Hendrik Hoppenstedt am Montag Bissendorf-Wietzes Ortsbürgermeister Daniel Leide. Hintergrund seien geänderte Grenzwerte, seitdem die letzten Berechnungen angestellt worden seien. Dabei gehe es nicht um neue Messungen, sondern um überschlägige Rasterlärmberechnungen, führte Hoppenstedt aus. Er hatte sich vor einigen Monaten gemeinsam mit der CDU-Landtasgsabgeordneten Editha Lorberg auf Initiative von Leide die Sorge und Nöte der Bissendorf-Wietzer angehört und versprochen sich schlau zu machen. Er habe Kontakt mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aufgenommen und sich erst mal über die Unterschiede zwischen Lärmvorsorge und Lärmsanierung kundig machen lassen. So seien bei der Lärmvorsorge die Grenzwerte deutlich niedriger. Maßnahmen würden aber nur bei einem Um- oder Ausbau der Straße ergriffen, nicht bei einer normalen Fahrbahnsanierung. Für die Lärmsanierung gelten höhere Grenzwerte. Die Behörde habe 1997 im Gebiet der Gemeinde Wedemark in der Siedlung Bissendorf-Wietze schalltechnische Untersuchungen durchgeführt. Lediglich an drei Wohngebäuden hätten damals für die Lärmsanierung relevante Grenzwerte nachgewiesen werden können. Das sei sehr wenig gewesen, räumt auch Dr. Hendrik Hoppenstedt ein. Als die Bundesregierung 2007 Mittel im Rahmen des Lärmschutzpaketes II zur Verfügung gestellt habe, seien die Werte für die Lärmsanierung gesenkt worden, auf 57 Dezeibel im Wohngebiet nachs und 67 tagsüber. Hier sieht Hoppenstedt Ansätze für eine neue überschlägige Rasterlärmberechnung. Anschließend werde über die Anordnug von Zusatzmaßnahmen entschieden. Auch er priorisiere eine Lärmschutzwand, so Hoppenstedt. Doch auch wenn dies nicht verwirklicht werden könne, könnten die Hausbesitzer zumindest mit erhöhten Fördermitteln für selbstfinanzierten passiven Lärmschutz rechnen. Die CDU brachte als Reaktion auf diese Informationen noch am Montagabend einen Antrag in den Ortsrat Bissendorf-Wietze ein, dass die Gemeinde Wedemark bis zum 21. Juni einen runden Tisch mit Teilnehmern aus Politik, Verwaltung, zuständigen Behörden und Ortsrat organisieren solle, der sich mit dieser Thematik erneut beschäftigen solle. CDU, SPD und Grüne im Ortsrat und auch die Bfw (Bürger für Wietze) im Ortsrat stimmte diesem Antrag zu, bis auf Dr. Herbert Exner von der BfW, der sich der Stimme enthielt. Auch die BfW setzt sich massiv für den Lärmschutz in Bissendorf-Wietze und entsprechende Maßnahmen ein.