Lärmschutz bleibt Thema für die BfW

Präsentieren die Zeichnung mit der Skizze eines Lärmschutzwalls und den Flyer, der an diesem Wochenende verteilt werden soll: Bernd Schützendübel (v. r.), Christian Heimberger und Herbert Exner von der BfW. Foto: A. Wiese

Unterschriftenaktion startet an diesem Wochenende

Bissendorf-Wietze (awi). „Andere Parteien machen einmal eine große Presseaktion, aber wir bleiben dran", sagen die Vertreter der Bürger für Wietze und starten an diesem Wochenende eine große Flyer- und Unterschriftenaktion für den Lärmschutz an der Wietze. Die Lärmbelästigung für den überwiegenden Teil der Anwohner von Bissendorf-Wietze, Kleinburgwedel-Wietze und Wennebostel-Wietze sei durch dsa stetig steigende Verkehrsaufkommen auf der Autobahn A 352 mittlerweile unerträglich geworden, so Bernd Schützendübel, Christian Heimberger und Herbert Exner von der BfW am Mittwoch in einem Pressegespräch. Ein Aufenthalt im Sommer auf der Terrasse und im Garten oder das Schlafen bei geöffnetem Fenster werde zu einer nicht mehr hinzunehmenden nervlichen Belastung. Messwerte des TÜV Nord seien bereits im Jahr 2010 sowohl tagsüber als auch nachts in den meisten Plangebieten überschritten worden. Doch die zuständigen übergeordneten Gremien lehnten eine aktive Schallschutzmaßnahme wie einen Wall oder eine Wand bisher kategorisch ab, klagen die BfW-Vertreter. Eigene Messungen in Bissendorf-Wietze im Oktober und November letzten Jahres in einem Abstand von etwa 300 Metern zur A 352 hätten Werte von tagsüber bis zu 68 dB (A) und nachts bis zu 55 dB (A) ergeben. Damit seien die zumutbaren Grenzwerte sowohl für ein reines als auch für ein allgemeines Wohngebiet drastisch überschritten. Bereits im September 2012 habe die BfW einen schriftlichen Antrag an den Rat der Gemeinden Wedemark und Burgwedel gestellt und gefordert, die Räte sollten bei den zuständigen Stellen des Landes und des Bundes zum einen die Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A 352 in den Bereichen Bissendorf-Wietze, Wennebostel-Wietze und Kleinburgwedel auf 80 km/h sowie zum andern die Errichtung einer Lärmschutzeinrichtung entlang der A 352 in den genannten Bereichen einfordern. Eine solche Lärmschutzeinrichtung könnte nach Ansicht der BfW zum Beispiel ein bepflanzter Lärmschutzwall sein wie es ihn am Parkplatz der A 352 am Isernhägener Damm und an der A7 an der Burgwedeler Chaussee gibt. Aber auch eine Lärmschutzwand neuester Bauart kommt für die BfW in Betracht. Skizzen wie so ein Lärmschutzwall im Idealfall aussehen könnte, hat Christian Heimberger erstellt und die BfW hat sie mit ihrem Antrag bei der Straßenbaubehörde des Landes mit eingereicht. Mit der Unterschriftenaktion, die die BfW an diesem Wochenende startet, will sie ihrer Forderung Nachdruck verleihen und belegen, dass der Lärmschutz nicht nur ein Wahlkampfthema sei, das danach wieder in Vergessenheit berate. Die BfW plant, diese Petition notfalls bis nach Berlin die zuständigen Gremien des Bundes weiterzuleiten. Sie hofft außerdem auf die Unterstützung des gesamten Ortsrates für ihr Anliegen und wird daher einen entsprechenden Antrag in der Ortsratssitzung am nächsten Mittwoch, 6. Februar, um 20 Uhr im Gemeindehaus der Christophorus-Kirchengemeinde stellen. Die Unterschriftenzettel werden an diesem Wochenende mit den Flyern an jeden Haushalt in Bissendorf-Wietze, Wennebostel-Wietze und Kleinburgwedel-Wietze verteilt und liegen auch beim Lebensmittelmarkt Kärgel aus. Ausdrücklich bittet die BfW auch diejenigen um ihre unterstützende Unterschrift, die von den genannten Lärmquellen nicht unmittelbar betroffensind, um Solidarität mit ihren „lärmgebeutelten Nachbarn" zu demonstrieren. Die ausgefüllten Unterschriftenzettel können in die Briefkästen der BfW am Lebensmittelmarkt Kärgel oder am Landhaus Wietze eingeworfen werden, teilen die BfW-Vertreter mit. Spätester Abgabetermin ist der 18. Februar.