Lagerfeuerromantik in Frankreich

Das gesamte Zeltlagerteam freut sich mit den Teilnehmern auf weitere schöne Jahre. Foto: V. Lubbe

Vogesenzeltlager mit 59 Teilnehmern unterwegs

Bissendorf (vl). Gitarrenmusik lässt Herzen erweichen. Gruppenleiter Michael Schulz spielt mit vollem Einsatz zum prasselnden Lagerfeuer an der Gitarre und singt dabei einen Zeltlagerhit nach dem anderen. Die evangelische Jugend Bissendorf veranstaltete auch dieses Jahr wieder für Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren das beliebte Vogesenzeltlager. Durch einen Ansturm an Anmeldungen wurden sogar die Kapazitäten des Busses vollends ausgeschöpft und 59 Teilnehmer sowie das Gruppenleiterteam machten sich auf in die Berge in der Nähe des Rheins. Das von Helmut Neuber gegründete Zeltlager, fährt mit viel Motivation, guter Laune und viel Erfahrung in die Vogesen. “Das spannende am Zeltlager ist, dass es nie langweilig wird” , erklärt Gruppenleiter Michael Schulz. Bereits seit zwanzig Jahren ist er dabei. Die Geschichte reicht bis ins Teilnehmeralter zurück. “Es gibt auch noch was anderes als zu Hause! Das Vogesenzeltlager ist für mich die Vorstellung von einem richtigen Sommer”, so Schulz weiter. Viele Programmpunkte werden von dem Leiterteam schon lange im voraus vorbereitet. Letztes Jahr konstruierten einige Tapfere ein kleines Karussell , welches dieses Jahr ebenfalls wieder in kleinerer Form rekonstruiert wurde. Das Ausdenken von neuen Ideen sei ein wesentlicher Bestandteil des Zeltlagers.
Die Kinder haben fernab von Medien die Möglichkeit neue Sachen auszuprobieren. Zum Tagesangebot gehört beispielsweise Baseball. Sportarten die noch nie gespielt wurden, sind spannend zu erleben. Sogar ein Hauch von Olympia konnte im Vogesenzeltlager festgestellt werden. Die Lagerolympiade soll mit Sport- und Denkaufgaben den Teamgeist fördern und belebt das komplette Zeltlager mit Aktivitäten.
“Zum Zeltlager gehört aber auch das Einkaufen und Vorbereiten des Tages”, erzählt Elmar Schwertmann, der die Leitung vom Vogesenzeltlager bis 2011 übernommen hat. Morgens fährt ein Kleintransporter zu den naheliegenden Geschäften und sorgt für die Versorgung des ganzen Zeltlagers. Um den Tag zu überleben kocht ein Küchenteam für das komplette Zeltlager. An Vielfalt steht das Essen in nichts nach. Egal ob Nudeln mit Sauce oder Gegrilltes. Im Zeltlager gibt es alles, was es auch zu Hause gibt. Und wenn dann an einem Tag doch nicht das gewünschte dabei ist, wird für den kritischen Teilnehmer der Selbstkochtag noch eine neue Möglichkeit bieten. In ihren Gruppen überlegen sich die Teilnehmer ein Drei-Gänge-Menü, welches sie anschließend selbst zubereiten. Damit Gegessen werden kann, wird im Zeltlager sehr viel Wert auf ausgefallene Tischbauten gelegt. Tische und Stühle werden selbst gebaut. Auch hier ist Kreativität gefragt. “Da sollte man sich fragen: Wie kann der Topf am schnellsten sauber werden und wie sitze ich dennoch bequem?”, so Michael Schulz. Aber die Bequemlichkeit hätte noch nie ein Problem dargestellt. “Für uns steht das Spaß haben im Mittelpunkt” bekunden die Teilnehmer. Dieser käme nicht zu kurz. Nach Altersklassen aufgeteilt, überlegen sich die Gruppen eigene Namen. Erstaunliches ist dabei schon rausgekommen: “Konichiwa Baby” oder “Partybällchen” sind nur einige davon. Das Zeltlager bedarf jedes Jahr einer gründlichen Vor- und Nachbereitung. Um auch kommendes Jahr wieder ein Vogesenzeltlager veranstalten zu können, haben Lukas Müller, Johanna Rosskopf und Jonas Ruhe die Leitung übernommen. Es gibt bereits einen Termin für den Sommer 2012: Vom 11. bis 28. August. Das Team bereitet sich jetzt schon vor und freut sich auf viele Teilnehmer. Für Fragen steht Johanna Rosskopf unter jannajul@hotmail zu Rede und Antwort bereit.