Lagerhalle im Gewerbegebiet brennt

Die Lagerhalle stand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits im Vollbrand.
 
Flammen und Rauch waren kilometerweit zu sehen.

Großalarm für Wedemärker Feuerwehr in der Nacht zum Sonnabend

Bissendorf (awi). Geschätzte 250.000 Euro Schaden, Auslöser war nach Erkenntnissen der Brandermittler ein technischer Defekt: Um 3.52 Uhr in der Nacht zum Sonnabend wurde Großalarm für die Wedemärker Feuerwehr ausgelöst. Die Lagerhalle einer Baufirma an der Denecken Heide im Gewerbegebiet Bissendorf stand bei Eintreffen der Einsatzkräfte aus Bissendorf, Mellendorf und Wennebostel im Vollbrand, die Dachkonstruktion stürzte ein. Nachdem klar war, dass keine Menschenleben gefährdet waren, konzentrierte sich die Feuerwehr unter Leitung des Bissendorfer Ortsbrandmeisters Christian Renders auf den Schutz der umliegenden Gebäude, ließ aber ansonsten kontrolliert brennen. Auch der stellvertretende Gemeindebrandmeister Sebastian Jagau war vor Ort. Über Rundfunk wurden die Anwohner von Bissendorf aufgefordert, Fenster und Türen geschlosen zu halten.
Zu Beginn des Einsatzes konzentrierte sich die Arbeit der Feuerwehr auf den Schutz der Nachbargebäude, die umliegenden Gebäude wurden evakuiert. Über mehrere Rohre und die Drehleiter wurden Riegelstellungen aufgebaut, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Die Lagerhalle konnte nicht mehr gerettet werden und brannte kontrolliert ab. Die Feuerwehren Berkhof, Brelingen, Elze und Negenborn wurden im Verlauf des Einsatzes alarmiert, um zusätzliche Atemschutzgeräteträger an die Einsatzstelle zu bringen. Gegen 7 Uhr konnten die Einsatzmaßnahmen zurückgefahren und ein Großteil der Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen werden. Im weiteren Verlauf wurden vorhandene Glutnester gelöscht.
Insgesamt waren nach Auskunft von Feuerwehrpressesprecher Benjamin Bohlmann 90 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Sonnabendmittag um 12.40 Uhr erfolgte eine erneute Alarmierung der Feuerwehr Bissendorf für Nachlöscharbeiten, das HLF der Feuerwehr Elze wurde um 13.20 Uhr zur Lieferung von Schaummittel nachgefordert. Unter eingestürzten Mauern glimmten noch Akten. Dies war auch der Anlass für eine erneute Alarmierung der Feuerwehr Bissendorf am Sonntag um 6.58 Uhr für Nachlöscharbeiten bis 10 Uhr. „Die Nachlöscharbeiten haben sich aufgrund des Teileinsturzes des Gebäudes und der zum Teil verschütteten Brandlast relativ lange hingezogen. Zum Teil wurden am Samstag mit einem Bagger Bereiche freigeräumt um besser an die Glutnester heranzukommen", so Feuerwehrsprecher Benjamin Bohlmann. Die Einsatzleitung lag bei den Nachalarmierungen bei den Ortsbrandmeistern der Feuerwehr Bissendorf. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Sebastian Jagau war am Sonntag während des Einsatzes kurz vor Ort um sich ein aktuelles Bild der Lage zu machen. Um die Glutnester endgültig zu ersticken, entschieden sich die Einsatzleiter dafür, den kritischen Bereich mit einem Schaumteppich zu bedecken. Die Brandermittler der Polizei nahmen den Brandort am Montag in Augenschein, kamen zu dem Schluss, dass ein technischer Defekt den Brand in der Lagerhalle, in der Baumaterial wie Dämmstoffe und Holz, Werkzeug und ein Gabelstapler abgestellt waren, das Feuer ausgelöst haben muss und bezifferten den Schaden in ersten Schätzungen auf 250.000 Euro.