Land fördert CVJM-Heim mit 400.000 Euro

Da fiel das Lachen nicht schwer: Ministerpräsident David MacAllister (2.v.r.) überbrachte CVJM-Generalsekretär Martin Germeroth (r.) die 400.000-Euro-Zusage am Mittwochmorgen höchstpersönlich. Mit ihm freuten sich (v.l.) Sozialministerin Aygül Özcan, Regierungssprecher Franz-Reiner Enste, die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg und FDP-Wahlkreiskandidat Umweltminister Stefan Birkner. Foto: A. Wiese

Ministerpräsident David MacAllister überbringt die Freudenbotschaft in Abbensen

Abbensen (awi). „Das war ein langer Weg von 2009 bis hierher, aber es hat geklappt“, freute sich die Wedemärker CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg, als Ministerpräsident David MacAllister am Mittwochmorgen vor dem CVJM-Heim in Abbensen verkündete: „Das Land Niedersachsen wird den behindertengerechten Umbau und die energetische Sanierung des Hauptgebäudes des CVJM-Heims in Abbensen mit 400.000 Euro unterstützen.“
Dass auch Sozialministerin Aygül Özcan und Umweltminister Stefan Birkner trotz ebenso engen Terminplans wie der Ministerpräsident selbst es sich nicht nehmen ließen, CVJM-Generalsekretär Martin Germeroth und der CVJM-Vorsitzenden Ines Gräfin von der Schulenburg die gute Nachricht nach dem politischen Beschluss vom Vortag persönlich in Abbensen zu überbringen, unterstreicht die Bedeutung zusätzlich. Das Internationale Freizeit- und Begegnungszentrum des CVJM Hannover in Abbensen arbeitet seit mehr als 50 Jahren erfolgreich für und mit Kindern und Jugendlichen. Auf einem 100.000 Quadratmeter großen Waldgelände bieten das Haupthaus, viele Blockhütten, ein Schwimmbad und ein Basket- und Volleyballplatz viel Raum für eine besondere Art von Kinder- und Jugendarbeit, die Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit der persönlichen Entwicklung bietet und ihnen dabei die Notwendigkeit der gegenseitigen Rücksichtnahme zeigt, heißt es in der aktuellen Kabinettsvorlage.
Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen aus dem Großraum Hannover und ganz Niedersachsen erleben in Abbensen unbeschwerte Feriencamps mit sinnvollem Freizeitprogramm. Daneben nutzt der CVJM die Einrichtung vor allem für internationale Jugendbegegnungen, Programm des sozialen Trainings und der Gewaltprävention in Kooperation mit Schulen aus Hannover sowie für Programm der außerschulischen Jugendbildung und der Aus- und Fortbildung Ehrenamtlicher. Die Einrichtung mit mit 18.000 bis 20.000 Übernachtungen jährlich gut ausgelastet. Für das Haupthaus des Freizeit- und Begegnungszentrums hat der CVJM Hannover Sanierungsmaßnahmen geplant. Der erste Bauabschnitt wurde bereits im Herbst 2011 erfolgreich abgeschlossen.
Im Mittelpunkt des zweiten und dritten Bauabschnitts stehen energetische Modernisierungen, brandschutztechnische Sanierungen sowie die Herstellung von behindertengerechten Zimmern mit Zugang im Erdgeschoss. Die Kosten des hzweiten und dritten Bauabschnitts beziffert der CVJM Hannover mit 1,11 Millionen Euro, wozu er selbst 450.000 Euro an Eigenmitteln in Form von Bankdarlehen beisteuern will. Die Gesamtfinanzierung soll durch bereits zugesagte Mittel der Region Hannover, der evangelischen Landeskirche Hannover, der Aktion Mensch sowie der beantragten Mittel der Initiative Niedersachsen (Aufstockungsprogramm) erfolgen. Baubeginn soll schon im Sommer diesen Jahres sein, so Generalsekretär Martin Germeroth am Mittwoch im Gespräch mit dem ECHO. Das Grundstück in Abbensen hat der CVJM 1956 erworben und zu einer großen Jugendfreizeitstätte in Niedersachsen ausgebaut.
Das Haupthaus wurde im Jahr 1958 fertig gestellt und bietet zusammen mit dem Studienhaus Raum für Seminare und Schulungen. Zum Campgelände gehören außerdem noch ein Blockhüttendorf und umfangreiche Sport- und Freizeiteinrichtungen. Die Einrichtung hat insgesamt rund 150 Übernachtungsplätze. Davon 56 Betten im Haupthaus. Im Sanierungsprogramm ist geplant, die alten Vier-Bett-Zimmer zu Zwei- bis Drei-Bett-Zimmern umzubauen und jedes Zimmer mit eigenem Sanitärbereich und zukunftsfähiger Installationstechnik auszustatten sowie den Schallschutz zu verbessern. Im Zuge der energetischen Sanierung sollen Fenster- und Außentüren mit Wärmeschutzverglasung erneuert werden, Außenwände, Kellerdecke und oberste Geschossdecke im Dachboden wärmegedämmt und die Elektoinstallation energieoptimiert werden.
Im Zuge der brandschutztechnischen Sanierung sind die Installation einer Rauchmeldeanlage, die Erneuerung der Zugangstüren zu den Treppenhäusern nach brandschutz- und sicherheitstechnischen Erfordernissen sowie die Abschottung der Installationsleistungsdurchführungen vorgesehen. Zusätzlich sollen im Erdgeschoss behindertegerechte Zimmer mit Zuwegung entstehen.