LandFrauen besuchen Landtag

Die LandFrauen mit Editha Westmann und Rüdiger Kauroff auf der Niedersachsentreppe im Landtagsgebäude.
LandFrauenverein Wedemark. Eine Gruppe LandFrauen nahm an der zehnten Sitzung des niedersächsischen Landtages teil. Aus organisatorischen Gründen im Landtag konnten die Frauen der Plenarsitzung nur für eine Stunde folgen. In dieser Zeit wurden zwei Tagungsordnungspunkte abgehandelt. Die Forderung der AfD nach einem Verbot betäubungslosen Schlachtens hat im niedersächsischen Landtag für heftige Debatten gesorgt. Die anderen Parteien warfen der AfD einen Frontalangriff auf Religionsfreiheit und Verfassung vor. Es gehe darum, diese „grausame Art“ des Tötens ein für allemal zu verbieten, sagte die Fraktionschefin Dana Guth der AfD im Landtag von Hannover. Guth warf den anderen Landtagsparteien Nichtstun vor und rief ihnen ein „Schämen Sie sich“ zu. Diese Worte lösten einen heftigen Tumult aus.  Ein weiterer Diskussionspunkt war ein zusätzlicher Feiertag für Niedersachsen. Noch immer gibt es kein festes Datum für einen neuen gesetzlichen Feiertag in Niedersachsen. Rein parteipolitisch betrachtet spricht alles in Niedersachsen für den Reformationstag. SPD und CDU sind sich schon seit dem Wahlkampf in dieser Frage einig. Die Mehrheit im Parlament dürfte ihnen sicher sein, auch wenn die Grünen und einige andere Landtagsabgeordnete gegen einen religiösen Termin sind und die FDP einen zusätzlichen freien Tag aus wirtschaftlichen Gründen grundsätzlich ablehnt. Es ist aber davon auszugehen, dass in diesem Jahr noch ein zusätzlicher Feiertag kommt.
Im Anschluss an die Plenarsitzung fand noch eine Diskussions- und Informationsrunde mit den Landtagsabgeordneten Editha Westmann und Rüdiger Kauroff in einem Ausschusssitzungszimmer statt. Mit Freude stellten die Wedemärker Frauen fest, dass der Raum mit Sennheiser-Mikrofonen ausgestattet ist. Der Landtag tagt einmal im Monat für drei Tage. Zuvor tagen noch die Arbeitskreise und danach die Ausschüsse. Die Ausschüsse sind mit 15 Personen besetzt und tagen öffentlich. Der Jugend die Politik näher bringen ist nicht einfach. Es muss überparteilich passieren. In vielen Familien wird nicht mehr diskutiert. Kinder lernen keine Disziplin mehr. Kinder groß zu ziehen, bedeutet in der ersten Zeit Entbehrungen hinzunehmen. Die Erziehung der Kinder liegt bei den Eltern, nicht im Kindergarten und nicht in der Schule. Viel zu schnell verging die zur Verfügung stehende Zeit.