Landwirte sollen Gemeinde ansprechen

Holger Zorn, links, und Tjark Bartels raten zur Vorsicht beim Abschluss von Flächensicherungsverträgen zur späteren Nutzung für Windenergie.Foto: H. H. Schröder

Bartels: „Keine Optionen zur Nutzung von Flächen für Windkraftanlagen abschließen“

Mellendorf (hhs). Am Donnerstag dieser Woche sah sich die Gemeinde Wedemark genötigt, insbesondere die Landwirte in den nördlichen Ortschaften der Kommune über den gegenwärtigen Stand ihrer Bemühungen zum weiteren Ausbau der Nutzung von Wind-
energie zu informieren.
Aktueller Hintergrund dafür sei, so Bürgermeister Tjark Bartels, die Versuche eines Unternehmens, in den Ortschaften Landwirte aufzufordern, sogenannte Optionsverträge zur Flächensicherung für spätere Nutzung der Windkraftenergie abzuschließen. Besorgte Landwirte hätten die Gemeinde informiert, weil sie den Eindruck gewonnen hätten, das Unternehmen wolle Druck aufbauen, um eine schnellere Planung in Bezug auf den Neubau von Windkraftanlagen aufzubauen. Bartels stellte klar: „Die Gemeinde Wedemark wird gemeinsam mit der Region Hannover im Raumordnungsprogramm 2015 Flächen zur Nutzung von Windenergie ausweisen, aber wir können dass nicht tun mit Flächen, die sich schon jemand anders gesichert hat. Wir nehmen nur die Flächen, die wir noch gestalten können, um eine Wettbewerbsauswahl zu haben. Wir wollen selbst mit den Bürgern verhandeln.“ Er rät deswegen allen Landwirten und Grundeigentümern, die in dieser Sache angesprochen werden, zur Vorsicht: „Sprechen Sie die Gemeinde Wedemark an, bevor Sie unterschreiben“. Ansprechpartner ist dafür Holger Zorn vom Fachbereich Planen und Bauen unter Telefon (05130) 581 363. Die Gemeinde Wedemark sei bisher nicht untätig gewesen, sagte Holger Zorn. Als abzusehen war, dass die Nutzung der Windenergie im Zuge des Atomausstiegs eine Renaissance erleben würde, habe die Gemeinde die geeigneten Flächen dafür ermittelt. „Zehn bis zwölf sind dabei herausgekommen“, erläuterte Zorn den Stand der Dinge. „Wir haben den Plan dafür veröffentlicht und nun macht dieses Unternehmen Druck. „Da wird der Eindruck vermittelt, wir tun nix“, so Zorn weiter. Bürgermeis-ter Tjark Bartels stellte klar, dass es zur Zeit keine Flächen für Windenergie in der Gemeinde Wedemark gebe. „Erst im Raumordnungsprogramm der Region Hannover, das im Jahr 2015 kommt, werden wieder Flächen dafür ausgewiesen werden. Bis dahin wird hier in der Gemeinde dafür die Vorarbeit geleistet: Zunächst wird die gemeinsame politische Diskussion in den entsprechenden Gremien stattfinden und dann wird das in das Raumordnungsprogramm der Region Hannover eingehen“.