LESERBRIEF

„Fallen Bäume am Stadtweg oder doch nicht?"

Zum Thema Stadtweg erreichte die Redaktion folgender Leserbrief: „Das ewige Thema Stadtweg möchte ich als Anlieger noch einmal aufgreifen. Das Tempo ist jetzt auf zehn km/h begrenzt, obwohl der Stadtweg einen Tag nach der Verkehrsausschutzsitzung ausgebessert wurde. Weiß hier die rechte Hand nicht was die linke tut? Auf Gedeih und Verderb wird hier auf dem gefahrlosen Gegenverkehr bei einem Ausrücken der Feuerwehr herumgeritten. Noch abstruser ist die Anmerkung, das auch die zum Einsatz heraneilenden Feuerwehrleute die kleine Straße nicht risikolos passieren können. Das ganze Leben ist ein Risiko.
Das jüngste Verkehrsgutachten dient auch nur einem einzigen Zweck, den Ausbau des Stadtwegs als unverzichtbar darzustellen. Jeder Bürger, der mit seinem Auto unterwegs ist, wenn ihm ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr oder ein Krankenwagen mit Blaulicht und Signalhorn entgegen kommt oder hinter ihm naht, der fährt rechts ran und macht sich ganz klein. Wenn dem wirklich so ist, was ich stark bezweifele, dann müssen alle Straßen
in Engelbostel, die weniger als 5,50 Meter breit sind, zunächst mit einem absoluten
Halteverbot belegt werden, bis sie alle auf eben diese Breite ausgebaut sind.
Das die Stadtverwaltung um den Erhalt der Rotdornbäume gekämpft hat, erschließt sich mir auch nicht. Hat sie doch das erste Gutachten des Ingenieurbüro SHP in die Beschlussdrucksache BD/2019/159 so übernommen, das die Empfehlung für die Variante ausgesprochen wurde, die zum Verlust der Rotdornbäume führen würde.
Obwohl drei machbare Varianten, alle mit den gleichen geschätzten Kosten
vorgestellt wurden, hat man die Variante, die auf beiden Seiten die Baumreihen
erhalten würden, gar nicht in Erwägung gezogen. Es gibt kein Gesetz, das die Stadt Langenhagen zwingt, den Stadtweg auszubauen.  Ich verweise nochmal auf den Hinweis von Ratsmitglied Musfeldt während der Ratssitzung am 24. Juni diesen Jahres, dass im Gutachten zum Bau der Feuerwehr die Kernaussage stand, dass es reiche, die Kreuzung umzubauen, wie bereits geschehen. Ich kann nur hoffen, dass die Mehrheit im Rat eine weise Entscheidung trifft, die auch den Erhalt aller Bäume am Stadtweg beinhaltet.
Auch Klimaschutz fängt im Kleinen an.“
Erich Seewald, Langenhagen