LESERBRIEF

^Negative Folgen für Pendler zu erwarten“

„Das in Gailhof im Neuen Hessenweg auf rund zehn Hektar geplante Industriegebiet, gegen das sich bisher der Verein Bürger für eine lebenswerte Wedemark ( BLW e.V. ), die Bürgerinitiative Gailhof/ Meitze und der Bürgerverein Gailhof seit langem vergeblich wehren, wird nach dem mittlerweile vorliegenden Verkehrsgutachten nicht nur für die Gailhofer und Meitzer unschön, sondern es wird auch die täglichen Pendler, die auf dem Weg zur Arbeit die Autobahnauffahrt nutzen, im Verkehr viel Geduld abverlangen.
Nach dem Verkehrsgutachten ( siehe dazu Sitzungsvorlage 063/2020 der Gemeinde Wedemark ) wird der Verkehr im Neuen Hessenweg um rund 200 Prozent zunehmen ( von 1.050 Fahrzeugbewegungen auf 3050 Fahrzeugbewegungen täglich. Der Schwerlastverkehr wird von täglich 190 auf 710 Fahrzeugbewegungen (Steigerung um rund 270 Prozent) anwachsen. Um diesen Verkehr aus dem Neuen Hessenweg abzuleiten, ist eine weitere Ampelanlage an der Einmündung zur Celler Straße erforderlich. Dann befinden sich auf dem letzten Kilometer bis zur Autobahn drei Ampelanlagen.
Nach dem Verkehrsgutachten wird prognostiziert, das Linksabbieger aus dem Neuen Hessenweg durchschnittlich zwei bis drei Ampelphasen warten müssten, bevor sie in Richtung Autobahn abbiegen könnten ( Stufe D laut Gutachten ). Mit ähnlichen Verzögerungen ist dann auch aus und in Richtung Mellendorf für die Pendler zu rechnen.
Die Landesstraßenbaubehörde teilte dazu in dieser Woche mit ( nachzulesen in der HAZ ), dass diese Wartezeiten zu lange wären und mindestens die Stufe C erreicht werden müsste. In der kombinierten Ortsrats- und Bauausschusssitzung am 11. Mai wurde alternativ eine Kreisellösung vom Ortsrat vorgeschlagen. In der anschließenden Bauausschusssitzung teilte aber bereits das anwesende Planungsbüro mit, dass eine Kreiselllösung nicht optimal wäre, da für die Fußgänger/ Radfahrer ohnehin eine Ampelanlage an besagter Kreuzung erforderlich wäre.
Fazit: Im Hinblick darauf, dass nicht nur für die Gailhofer und Meitzer die 15 Meter hohen Hallen (Höhe entspricht in etwa der Höhe von zwei Einfamilienhäusern) des Industriegebiets aus verschiedenen Gründen eine bedrückende Angelegenheit wären, sondern auch im Hinblick darauf, dass die Verkehrsströme in und von Richtung Autobahn weiter zunehmen werden ( aut Gutachten soll der Verkehr aufgrund des Plangebiets auf dem letzten Kilometer zur Autobahn um rund 20Prozent und bis 2035 um weitere zehn Prozent zunehmen) sollte auch im Interesse der Pendler, die bereits am Bahnübergang in Mellendorf tägliche Geduldsproben ertragen, zumindest von einer Industrieansiedlung mit einer erheblichen Zunahme des Schwerlastverkehrs abgesehen werden, denn ein Industriegebiet wäre dann nicht nur allein ein Problem für die Gailhofer und Meitzer, sondern auch für viele weitere Wedemärker.“ Axel Rönnecke, Gailhof