LESERBRIEF

„Nicht streiten, sondern für den Nachwuchs engagieren"

Zum Artikel „CDU Burgwedel kritisiert Gemeinde" vom 13. Juni erreichte die Redaktion folgender Leserbrief: „Dieser Artikel und der daraus resultierende Streit zwischen der Gemeinde Wedemark und der Stadt Burgwedel um eine Plakatkampagne für Erzieher/innen macht erschreckend deutlich, dass in dieser Berufsgruppe ein Fachkräftemangel herrscht!
Aber anstatt sich in Konflikte zu verstricken, sollten die Städte, Kommunen und Gemeinden der Region Hannover sich zusammensetzen und sich gemeinsam auf ein Konzept verständigen, bereits die Ausbildung zur/m Erzieher/in zu unterstützen! Die angehenden Erzieher/innen müssen von ihrem Teilzeitgehalt nämlich nicht nur das Schulgeld bezahlen, sondern tragen auch die Kosten für die regelmäßigen Anfahrten zur (Privat)Schule – beispielsweise nach Hannover – per Auto oder öffentliche Verkehrsmittel. Ganz zu schweigen von den Lehr- und Lernmittel oder der Doppelbelastung als Mutter/Vater.
Die Praxis- bzw. Ausbildungsstätten (Krippe, Kita, Hort oder Ähnliches) sollten viel intensiver mit diesen Berufsfachschulen zusammenarbeiten, um einen größeren Einfluss auf die Ausbildung der Absolventen/innen nehmen zu können. Denn – seien wir ehrlich – der Fall Greta hat gezeigt, wie enorm wichtig es ist, auf gut ausgebildete Erzieher/innen zu achten, die aufgrund ihrer stabilen Persönlichkeit und wertschätzenden Grundhaltung die zu betreuenden Kinder in den Einrichtungen sozial-emotional stärken (!) können.
Also, liebe Bürgermeister/innen und Stadtratsvorsitzenden, anstatt euch um die wenigen Bewerber/innen zu streiten, engagiert euch für den Nachwuchs und investiert in die Zukunft!“ Sandra Kielich, Mellendorf