LESERBRIEF

„Vorzeigeprojekt, wie man es nicht macht"

Zum Artikel „Aus Protest gegangen" vom 10. Oktober erreichte die Redaktion folgender Leserbrief: ^Arrogant, abgehoben, größenwahnsinnig. Nur ein paar Bezeichnungen, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an das neue Gewerbe-Industriegebiet in Gailhof denke!
Es ist einfach unmöglich, wie sich einige Ratsmitglieder den Bürgern gegenüber verhalten! Der Gemeinderat wurde von uns Bürgern gewählt, weil wir ihm vertraut haben, weil wir die Hoffnung hatten, dass sie für Ihre Wähler entscheiden. Und nun haben wir die Quittung dafür bekommen. Wieder einmal zeigt sich, dass wir selbst unseren Kommunalpolitikern nicht trauen können, da selbst diese nur für ihre Interessen einstehen. Wir brauchen kein Industriegebiet. Was wir brauchen, sind kleine und mittelständische Gewerbe, die ihren Sitz in der Wedemark haben. Betriebe, die für unsere Jugend Ausbildungsplätze schaffen und somit auch die jungen Menschen an die Wedemark binden. Die Mittelschicht ist der Motor einer starken und gesunden Wirtschaft. Ein Logistiker arbeitet mit Zeitarbeitern. Soll hier vor Ort tatsächlich ein Niedriglohnsektor entstehen? Es werden so keine neuen Arbeitsplätze entstehen. Mein Mitgefühl geht an die Menschen, welche direkt neben der Logistikhalle leben. 24 Stunden, sieben Tage die Woche ohne Unterbrechung Lärm. Wenn die LKW beladen werden, dann knallen die Überladebühnen jedes Mal, wenn der Stapler rein und raus fährt. Die Standheizungen und Kühlaggregate der LKW machen Krach und blasen Diesel in die Luft. Schon jetzt sieht es im Neuen Hessenweg aus wie auf einer Müllhalde. Exkremente der Fahrer liegen im Grünstreifen und braun befleckte Taschentücher flattern munter in den Hecken rum. Der Neue Hessenweg ist schon jetzt eine Reise wert und wird bestimmt ein Vorzeigeprojekt für alle anderen Gemeinden werden...wie man es am Besten nicht macht.“