LESERBRIEF

„Für uns ist kein Impfstoff da"

Zum Artikel „Wir kommen der Grippe zuvor" erreichte die Redaktion folgender Leserbrief: „Dieser Artikel ist an Zynismus nicht zu überbieten! Wie realitätsfern sind unsere Herren Politiker eigentlich? Erst tönt Herr Spahn rum, wir sollen uns alle brav impfen lassen, und nun zeigt uns auch noch Herr Zychlinski, wie es geht! Die Realität sieht leider ganz anders aus. Wenn die Herren Meier und Schulze heißen würden, hätten sie nämlich noch gar keine Imfpung und es wäre sehr fraglich, ob sich daran im Laufe der Grippesaison noch etwas tun würde. Mein Mann und ich versuchen seit Wochen eine Impfung zu bekommen.Aussage der Hausarztpraxis: Im Moment ist kein Impfstoff da, wir haben bestellt.Wissen aber nicht,ob wir was bekommen jndwen ja, wieviel und wann. Rufen Sie doch nächste Woche nochmal an. Reserviert wird nichts. Wenn man Glück hat, und es gerade Impfstoff eingetroffen, wenn man anruft, müsste man aber sofort losfahren, damitman noch eine Dosis bekommt. Mein Mann und ich sind berufstätig und haltne somit die Wirtschaft am Laufen.Wir könnennicht – mal eben– ins Auto springen und 30 Kilometer zur Arztpraxis fahren, um uns impfen zu lassen.Besonders ärgerlich finde ich es, dass hier die „Stammpatienten, die sonst regelmäßig eine Impfung bekommen haben, jetzt so hinten runterfallen, weil sich inzwischen jeder – durch die Aufrufe in den Medien –impfen lassen möchte. Selbstwenn er zuvor nicht im Traum an eine Grippeimpfung gedacht hat und wahrscheinlich noch nicht einmal Patient in „unserer" Praxis war. Heike Stoepper, Mellendorf