LESERBRIEF

„Risikogruppen zuerst? Haha!"

Zum Leserbrief von Heike Stoepper zum Thema fehlender Grippe-Impfstoff in der Ausgabe vom 14.November erreichte die Redaktion folgender Leserbrief:
„Ich habe bis dato nie eine Grippe-Impfung in Erwägung gezogen, aber angesichts der derzeitigen Lage, beschloss ich vor Monaten (!) für meinen Sohn und mich einen Termin für eine solche Impfung bei unserer Hausarztpraxis zu machen. Damalige Aussage der Praxis war, dass es gar keine Probleme geben würde, es sei bei weitem genügend Impfstoff vorhanden. Eine Impfung erachtete ich dieses Jahr für uns wichtig, da sowohl mein Sohn als auch ich aufgrund von chronischen Krankheiten zu den offiziellen Risikogruppen gehören. Dennoch arbeite ich tagtäglich als Lehrkraft an einem großen Gymnasium mit über 1000 Schülern und komme oftmals (mit Maske) vielen Kindern und Jugendlichen sehr nahe.
Wie unangenehm überrascht waren wir dann, als wir jetzt wenige Tage vor unserem Impftermin durch einen Anruf der Hausarztpraxis darüber informiert wurden, dass kein Impfstoff da sei und man sich dann wieder melden würde, sobald dies der Fall wäre! Wie befremdlich, denn mein Mann und jeder andere (!) Interessierte in seinem Betrieb, wurde 2 Tage zuvor durch einen Arzt im Betrieb geimpft! Ich kann nur sagen, da bleibt mir doch die Spucke weg! Zudem lässt das nicht Gutes vermuten für die in Zukunft groß angelegte Impf-Aktion gegen Corona. Wie soll das vonstatten gehen? Risikogruppen zuerst??? HAHA! DAS bekommt der werte Staat ja noch nicht einmal bei der Grippe-Impfung hin!!! Da kann einem doch wahrlich Angst und Bange werden!“ Stephanie Zippermayr, Lindwedel