Lesung wieder am 15. Oktober

Viele Zuhörer waren am 1. Oktober zur Lesung mit Claudia Ruhs und jesidischen Frauen auf den Tattenhagenplatz gekommen. Foto: A. Wiese

lesArt lädt jeden ersten und dritten Freitag im Monat ein

Bissendorf (awi). Das Projekt lesArt hatte am ersten Freitag im Oktober eine Lesung aus dem Buch „Töchter der Sonne“ am Bücherschrank auf dem Tattenhagenplatz vorbereitet. Dabei ging es um authentische Berichte geflüchteter jesidischer Frauen, die ihre Herkunft, Flucht und gegenwärtige Situation in Deutschland beschreiben. Die Autorin Claudia Ruhs und Lektorin Almuth Blank lasen ebenso vor wie jesidische Frauen selbst. Und alle Stühle und provisorischen Plätze rundherum waren besetzt. Mitveranstalter war diesmal der VereinMiteinander Wedemark mit seiner Vorsitzenden Dorothea Dieckmann. Annalena Dietrich, die „Konditiorin on tour“, versorgte die Besucher aus ihrem Foodtruck vor dem Schuhhaus Barke heraus mit Kaffee und Kuchen. Gekommen waren zum einen allgemein an Literatur Interessierte, zum anderen speziell diejenigen, die Anteil am Schicksal der jesidischen Frauen nehmen. Sie erfuhren: „200.000 Jesidinnen leben mitten unter uns, sind geflüchtet vor Verfolgung und Terror in ihren Heimatländern.Über ihr Leben und ihre Kultur wissen wir kaum etwas!“ Die Schilderung der Frauen, die sich mit ihren Kindern in die Berge ihrer Heimat flüchteten, immer in der Angst gefangen genommen zu werden, ihren Kindern Urin zu trinken geben mussten, weil es kein Wasser gab und Beeren und Feigen sammelten, machten betroffen und nachdenklich. Am nächsten Freitag, 15. Oktober, liest Sabine Dohnke vor.