Liste der Einsätze 2019 ist lang

Ortsbrandmeister Hartmut Jagau (von rechts) mit Sebastian Jagau, Maurice Horstmann, Tabea Precht, Achim Knorr, Jan Hopfenbach und Volker Kluth. Foto: B. Stache
 
Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Abbensen zeigt Ortsbrandmeister Hartmut Jagau (links) den neuen Feuerwehrhelm. Foto: B. Stache

Viel Lob zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Abbensen

Abbensen (st). Die Grußworte der Gäste bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Abbensen hatten eines gemeinsam – es gab viel Lob für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrkameraden, die im vergangenen Jahr zu zahlreichen Einsätzen ausrücken mussten. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung“ und „Ihr bereichert die Dorfgemeinschaft“ lauteten einige Statements. Ortsbrandmeister Hartmut Jagau begrüßte zu Beginn der Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus Wedemarks Kämmerer Joachim Rose und Wolfgang Kasten als Vorsitzenden des Ausschusses für Feuerschutz und Öffentliche Ordnung sowie stellvertretenden Ortsbürgermeister. Aus dem Bereich der Feuerwehrführung nahmen der stellvertretende Gemeindebrandmeister Sebastian Jagau und der stellvertretende Brandabschnittsleiter Volker Kluth teil. Kameraden der befreundeten FF Duden-Rodenbostel hatten den Ausschank übernommen. Mit seinem Grußwort überbrachte Joachim Rose die Grüße von Bürgermeister Helge Zychlinski. „Die Gemeinde gibt pro Jahr über eine Million Euro für den Bereich Feuerwehr aus“, erklärte der Gemeindekämmerer. Darin enthalten seien unter anderem Personalkosten (Zahlungen bei Verdienstausfall), Ausgaben für Fahrzeugbeschaffungen und Geräte sowie Gebäudekosten. „Wir finden das richtig gut, dass es so viele Aktive gibt“, brachte er die Anerkennung der Gemeindeverwaltung für die Feuerwehrkameraden zum Ausdruck. Als Wolfgang Kasten das Wort ergriff, waren dies die letzten Grußworte in seiner Funktion als Feuerschutz-Ausschussvorsitzender. Die Aufgabe hatte er im November 2016 übernommen. In der nächsten Ratssitzung der Gemeinde Wedemark am Montag, 17. Februar, wird Wolfgang Kasten offiziell verabschiedet. Christian Vorwallner aus Brelingen ist sein designierter Nachfolger. Eine Lagebeurteilung aus Sicht der Regionsfeuerwehr lieferte Volker Kluth. 2019 sei ein normales Jahr gewesen – mit 5755 Einsätzen in der Region Hannover. Wald- und Vegetationsbrände hätten zugenommen. Weiteres Thema war die Umrüstung auf Digitalfunk, die derzeit bei 60 Prozent liege. Bei seinem Ausblick erwähnte er die Umstellung auf verschlüsselte Alarmierung, die Planung für den Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Ronnenberg sowie die Feuerwehrleitmesse Interschutz 2020 vom 15. bis 20. Juni in Hannover. „Kommt von den Einsätzen immer gesund zurück“, wünschte Volker Kluth seinen Feuerwehrkameraden. In seinem Jahresbericht zählte Ortsbrandmeister Hartmut Jagau die vielen Einsätze in 2019 auf. So musste die FF Abbensen bereits am 2. Januar zu einem Pkw-Glätteunfall ausrücken. Es folgten Einsätze bei einem brennenden Tauben- und Hühnerstall in Wennebostel und die Beseitigung eines umgefallenen Baums an der Windmühle Abbensen. „Brand und Explosion auf einem Bauernhof“ hieß es bei einem Übungsalarm, der spätere Brand einer Straßenlaterne war dann keine Übung mehr – wie auch sechs Minuten danach die Alarmierung „Transformatorenbrand in Abbensen“. Eine besondere Herausforderung stellte die Brandbekämpfung am 15. April an der Obermühle in Abbensen dar, wo mehr als 600 Quadratmeter Wald in Flammen standen und das Feuer ein Wohnhaus und das Gelände des Internationalen Freizeit- und Begegnungszentrum des CVJM bedrohte. In den Folgemonaten gab es weitere Einsätze: Wohnhausbrand in Elze, Unwetterschäden in Mellendorf, ausgelaufene Betriebsstoffe nach Motorradunfall, Tierrettung sowie überschwemmte Keller nach Starkregen. Im Juli mussten in Abbensen eine Hecke, in Meitze ein Mähdrescher und im September in Elze ein Stroh-Großballen-Brand gelöscht werden. Äußerst anstrengend gestalteten sich zwei Personensuchen Ende Juli und Mitte Oktober im Moor bei Resse. Im August stand eine Bereitschaftsübung in Dannenberg auf dem Programm, die mit 160 Einsatzstunden zu Buche schlug. Am 14. Dezember wurde die FF Abbensen zu einem Großbrand einer Lagerhalle in Bissendorf gerufen, anschließend galt es noch eine Ölspur abzustreuen. Die abendliche Weihnachtsfeier sei von großer Müdigkeit der Aktiven geprägt, erinnerte sich der Ortsbrandmeister. „Wir haben im Jahr 2019 mit unseren Gruppen 3592,75 Dienststunden abgeleistet“, konnte Hartmut Jagau berichten. Davon entfielen fast 2476 Stunden auf die Erste Gruppe. Der FF Abbensen gehören 29 Aktive und 166 passive Mitglieder an, Tendenz sinkend. „Der Schwund macht auch vor uns nicht halt“, formulierte es der Ortsbrandmeister. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Sebastian Jagau ging anschließend auf die Beschaffungen und Ausbildungen im Jahr 2019 aus Sicht der Gemeindefeuerwehrführung ein. Jan Hopfenbach, stellvertretender Ortsbrandmeister, lieferte den Bericht der Abbenser Jugendfeuerwehr, der sieben Jungen und drei Mädchen angehören. Zur Jahreshauptversammlung konnten zwei Beförderungen vorgenommen werden: Tabea Precht zur Oberfeuerwehrfrau und Maurice Horstmann zum Oberfeuerwehrmann. Für seine 40-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Achim Knorr geehrt. Er war bis August 2019 zwölf Jahre lang stellvertretender Ortsbrandmeister in Abbensen. Dass die Feuerwehr Abbensen fest im Ort integriert ist, zeigt auch die Liste der zahlreichen Veranstaltungen, an denen sie sich über das Jahr beteiligt – beispielsweise am Osterfeuer, dem Maibaumaufstellen und Schützenfest oder Weihnachtsmarkt.