Lob für „Bürger für Resse“ im MOORiZ

Die Bilder der Resser Montagsmalerinnen passen gut ins MOORiZ, das beim Neujahrsempfang des Vereins Bürger für Resse am Sonntag gut besucht war. Foto: A. Wiese

Neujahrsempfang des Bürgervereins mit Ausstellungseröffnung war gut besucht

Resse (awi). Zum ersten Mal hatte der Verein „Bürger für Resse“ zum Neujahrsempfang geladen, hatte er doch jetzt die passenden Räumlichkeiten dafür. Denn neben vielen anderen Aktivitäten ist „Bürger für Resse“ auch der offizielle Betreiber des Moorinformationszentrums. Die Region hat es gebaut und der Gemeinde übereignet. „Und wir wussten, dass wir mit „Bürger für Resse“ einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben“, sagte Bürgermeister Tjark Bartels beim Neujahrsempfang am Sonntag in seinem Grußwort. Der Verein habe den Ort gerettet. Resse sei auf einem relativ schlechten Weg gewesen, nachdem einige kleine Geschäfte schon geschlossen hatten und Markt und Arztpraxis ebenfalls von Schließung bedroht waren. Jetzt jedoch stehe der Ort besser da, denn je, nicht zuletzt durch das Moorinformationszentrum. Er gratuliere den Ressern zu ihrem Engagement und der mustergültigen Arbeit, so der Bürgermeister. Ein ähnliches Lob beinhaltete die Rede von Ortsbürgermeister Jörg Woldenga, der die besten Wünsche des Ortsrates überbrachte. Die drohende Schließung der Praxis der Ärztin Renate Kolf habe vor einigen Jahren den Anstoß zu Gesprächen gegeben, so Woldenga. Der Appell an die Gemeinschaft habe gefruchtet. Zehn Leute gründeten vor fünf Jahren den Verein, der heute mehrere hundert Mitglieder hat, das Ärztehaus realisierte, die Genossenschaft gründete, um den Lebensmittelmarkt im Ort zu halten und als jüngstes Projekt seniorengerechte Wohnungen neben dem Markt plant. Resse sei durch den Verein wertvoller geworden und in der Region zu einem Ort aufgestiegen, der Beachtung finde. Der Vorsitzende der Bürgervereins, Jochen Pardey, begrüßte die Gäste, darunter die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU, Jürgen Benk und Sven Sobanski, Pastor Hirschberg, Jörg Woldenga und Tjark Bartels. Pardey berichtete von den gemeinsamen Anstrengungen, um die Lebensbedingungen im Ort entscheidend zu verbessern und bedankte sich vor allem bei denjenigen, die vor fünf Jahren Geld für den Ankauf des alten Sparkassengebäudes als Ärztehaus gegeben und damit den Stein ins Rollen gebracht hatten. Er bedankte sich auch bei Akkordeon-Spieler Goran Stefanovic für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung und bei den Montagsmalerinnen unter Leitung von Ursula Strüber: bei Lissy Hesse, Siegrid Kühl, Christel Nolte, Waltraut Raths, Waltraud Trinitowski, Eva Meissner. Dr. Helga Schulz-Knoke und Gundel Kasper. Ihre Bilder in Aquarell und Acryl hängen in den nächsten Wochen im Moorinformationszentrum und passen sehr gut hinein, denn sie zeigen Motive aus dem Moor. Zwar hätten sich die Malerinnen wegen des schlechten Wetters in den letzten Monaten meis-tens an Fotografien orientieren müssen, doch seien die Kunstwerke sehr naturgetreu ausgefallen, sagte Renate Wiegand in ihrer Eröffnungsrede für die Bilderausstellung. „Wir denken in Bildern, haben ein Bild erst im Kopf, bevor wir es zu Papier oder auf die Leinwand bringen“, erklärte Wiegand den Gästen. Ein Bild könne immer nur ein Ausschnitt beziehungsweise ein Teil des Ganzen sein, gebe stets den ganz individuellen Blickwinkel des Betrachters wieder. Ursula Strüber übereignete dem MOORiZ eines der Bilder: „Sie können es hier behalten oder verkaufen und den Erlös für MOORiZ nutzen“, kündigte sie unter dem Beifall der Gäste an.